Montag, 10. Dezember 2007

Some thoughts about living in the City

Mittlerweile bin ich schon wieder seit rund eineinhalb Wochen zuhause und habe auch schon wieder mit Arbeiten begonnen. Letzte Woche war ich vor allem damit beschäftigt, mich in die neuen Themen und Aufgabengebiete einzuarbeiten und erste kleinere Aufträge zu erledigen. Die ganzen Tätigkeiten sehen sehr spannend aus und ich freue mich dies alles in Angriff zu nehmen.


Vielleicht können sich einige noch an einen der ersten Beiträge erinnern, wo ich mich über den neuen Koffer freute. Unterdessen bin ich mit diesem Koffer schon ein bisschen durch Europa und Nordafrika gereist und bin immer noch genau gleich begeistert! :-)

Weiter möchte ich mich noch zu einigen Stichworten über London und meine Zeit in der
City äussern:
  • Oxford Circus: Der absolute Horror mit dieser ganzen Menschenmasse, vor allem abends und am Wochenende

  • Finchley Road: Eine wichtige Zufahrtsstrasse vom Norden in das Stadtzentrum, am morgen wegen Verstopfung durch den ganzen Verkehr sehr schlechte Luft, mein Weg von der Bushaltestelle zur Schule

  • Wetter: Entgegen aller Vorurteile hatten wir nicht überdurchschnittlich viel Regen, gegen Ende begann es aber grau und kalt zu werden

  • Oeffentlicher Verkehr: Am einfachsten ist man mit der Oyster card unterwegs, meistens klappen die Reisen gut und einigermassen schnell, trotzdem gibt es regelmässig Verspätungen und Störungen im Betrieb

  • Preisniveau: London ist teuer, sehr teuer sogar!! Das einzige, was billiger war als in der Schweiz war der Coiffeurbesuch

  • Unsere Wohnung: Am Anfang war es schmutzig und nicht sehr wohnlich, aber mit der Zeit haben wir uns ganz schön und gemütlich eingerichtet. Negativpunkt ist der Landlord, der mehr als zwei Monate lang sich lediglich kurz vor dem Termin zur Mietzahlung meldete und es nicht für nötig hielt endlich das Licht im Wohnzimmer in Stand stellen zu lassen...

  • Hampstead School of English: Sehr professionelle und angenehme Schule! Beide Lehrer, die ich hatte waren super und auch die Infrastruktur mit PC-Raum und Bibliothek kann sich sehen lassen. Ich würde wieder an diese Schule gehen!
Glücklicherweise war es nicht mein letzter Aufenthalt in London und die nächsten Reisen im Januar sind bereits in Planung!

Donnerstag, 29. November 2007

Die letzten Tage und Rückreise

Letzten Montag musste ich nach langem wieder einmal am morgen nicht aufstehen um in die Schule zu gehen, sondern konnte mich nochmals der Erkundung dieser grossartigen Stadt widmen. Zuerst führ ich per Tube bis Holborn um dort in der ModelZone, einem Fachgeschäft für alle Arten von Modellen (Eisenbahn, Flugzeug, Autos usw.) ein Geburtstagsgeschenk für meinen Vater zu kaufen. Danach spazierte ich Richtung Covent Garden, wo sich das kürzlich von Vivienne Westwood und Ken Livingstone neueröffnete London Transport Museum befindet. Darin wird die Geschichte von rund 200 Jahren Transportwesen in Englands Hauptstadt angefangen bei den Schiffen auf der Themse und Pferdekutschen über die ersten dampfbetrieben Untergrundeisenbahnen bis zu den modernen Dockland Light Railways erklärt und man erhält auch einen Ausblick, wie sich die Situation in den nächsten rund 50 Jahren entwickeln könnte.
London Transport Museum

Aufgrund des schönen Wetters entschied ich mich am Nachmittag noch für einen Ausflug ins Grüne auf den Hampstead Heath, von wo man einen sensationellen Blick über London hat. Leider fing es während der Anreise bereits mit Eindunkeln an und man konnte die Skyline teilweise nur erahnen.

Den Dienstag wollte ich eigentlich mit einem Besuch des Monuments, Denkmal zur Erinnerung an das Great Fire of London von 1666 starten, musste aber nach Ankunft dort feststellen, dass diese Sehenswürdigkeit momentan wegen Restaurierung geschlossen ist. Danach entschloss ich mich noch ein bisschen mit den roten Doppelstöckerbussen durch die Stadt zu fahren und landete schlussendlich beim Trafalgar Square, wo sich auch die National Gallery befindet. Diese Gelegenheit nutze ich für einen kurzen Abstecher in die Bilderwelten des 17. bis 19. Jahrhunderts.

Am Mittwoch war es dann soweit und ich musste meine Zelte in London abbrechen und wieder in die Schweiz zurückreisen. Es war schon komisch nach diesen tollen, intensiven und erlebnisreichen drei Monaten die Stadt zu verlassen! Immerhin hat die Rückreise zuerst mit dem Bus 274 bis Baker Street und von dort mit einem Minibus von easybus nach Stansted zum Flughafen, um nach Basel Euroairport zu fliegen reibungslos geklappt. Auch der Flug war pünktlich und ohne Turbulenzen, so dass ich in Basel nach einer kurzen Postautofahrt zum Bahnhof SBB bereits um 21.03 den Zug nach Biel nehmen konnte.

Montag, 26. November 2007

Ein paar Tage London

Am Dienstag blieb ich nach dem Unterrichtsende am Mittag noch ein bisschen länger in der Schule, da ich später am Nachmittag mit meiner Schwester und ihrem Freund in der Nähe abgemacht hatte. Sie waren am morgen ab dem Euroairport in Basel mit easyjet nach Luton geflogen und machten den Weg in die Stadt mit dem easybus, der in der Finchley Road eine Haltestelle hat. Nachdem wir uns bei der Haltestelle getroffen hatten, nahmen wir den London Overground (ehemaliger SilverLink) von Finchley Road & Frognal nach Camden Road und marschierten den Rest wegen überfüllten Bussen im strömenden Regen nach Hause. Am Abend gingen wir noch in der Bangalore Brasserie ein feines indisches Nachtessen geniessen und beendeten diesen Tag zu Hause bei einer gemütlichen Runde "La guerre des moutons".

Für den nächsten Tag hatten wir vereinbart, dass wir direkt nach meinem English-Kurs ein bisschen Sightseeing in der Stadt machen. Zuerst fuhren wir mit der Jubilee Line nach Westminster, wo wir die Houses of Parliament, den Big Ben und Westminster Abbey sahen. Von dort ging es zu Fuss weiter durch den auch bei kühleren Temperaturen wunderschönen St James's Park zum Buckingham Palace. Danach hatte auch Sabine ihre Lecture fertig und wir nutzten das schöne Wetter für einen Flug mit dem British Airways London Eye, welchen wir dank der Oyster Card in einer 2-for-1-Aktion erhielten. Die Aussicht während der rund 20minütigen Umdrehung war beeindruckend!! Soweit der Blick reichte sah man London.

London Eye Flight

Das Nachtessen gab es später in unserer Stammpizzeria Chicco's in Camden Town und zuhause spielten wir anschliessend noch eine Partie "San Juan". Der Donnerstag stand dann im Zeichen eines Shoppingbummels vom Picadilly Circus über die Regent und Oxford Street bis zum Marble Arch durch Einkaufstempel wie Hamleys, Topshop und Primark. Danach gings mit dem Bus Route 390 in einer langen, mühsamen Fahrt durch das Londoner Verkehrschaos nach Hause.

Am Freitag hiess es schon wieder Abschied nehmen und wir hoffen, dass es unseren Gästen in der City gefallen hat!
Am Abend begaben wir uns wieder einmal nach Camden zum Odeon Cinema und sahen uns American Gangster an. Dieser Film mit Russel Crowe und Denzel Washington erzählt in starken Bildern die Geschichte des Frank Lucas, der in den 70er-Jahren mit dem Import von Heroin aus Vietnam und der Bestechung grosser Teile der amerikanischen Drogenfahndung zu einem reichen Mann wurde. Alles in allem war es ein toller Kinoabend, einziger Schwachpunkt waren die unbequemen Sessel, welche nach drei Stunden einen schmerzenden Hintern verursachten.

Am Samstag besuchten wir mit dem Harrods ein weiteres Must-See in London. In diesem exklusiven und schönen Department Store könnte man stundenlang flanieren und ganz viele Pounds loswerden... ;-) Zum Abschluss des Weekends nahmen wir uns noch dem Poststapel an, der sich seit Monaten in unserem Haus angesammelt hat, markierten die Couverts mit "Return to sender" und füllten alles in den nächsten roten Briefkasten in der Hoffnung, dass wir nicht alles wieder zugestellt erhalten und die entsprechenden Absender die Adressen der längst verzogenenen Vor- und Vorvormieter aus ihren Karteien streichen.

Montag, 19. November 2007

Honour Bound

Unser Wochenende starteten wir wieder bei einer Theateraufführung im Barbican Centre. Dieses Mal hatten wir Karten für das Stück Honour Bound. Auf der in einen Käfig verwandelten Bühne erzählten vier Tänzer und zwei Tänzerinnen die Geschichte des Australiers David Hicks, der in Afghanistan von den Amerikanern verhaftet wird und einige Zeit ohne formelle Anklage auf Guantánamo gefangen gehalten wird. Unterstützt werden die Darsteller von Projektionen, Licht- und Toneffekten. Die Vorführung ist recht eindrücklich und regt zum Nachdenken über die von den Vereinigten Staaten eingesetzten Praktiken an.



Nach der Vorstellung fuhren wir per Tube ans Thames-Ufer und genossen von der Golden Jubilee Bridge ein herrliches Panorama des nächtlichen Londons. Den Abend beendeten wir mit einem Drink in einer Bar in den Bögen unter einer Eisenbahnbrücke in der Nähe der Waterloo Station.

Montag, 12. November 2007

Tottenham Hotspur FC vs Wigan Athletic

Bereits vor rund fünf Wochen habe ich mir im General Sale ein Ticket für das Barclay Premier League-Spiel zwischen Tottenham Hotspur FC und Wigan Athletic gekauft. Gestern war es dann endlich soweit und ich startete meine Anreise Richtung Norden mit einem kleinen Fussmarsch zur Busstation. Von dort wollte ich mit dem Route Bus 259 bis direkt vors Stadion fahren. Nach rund zwei Dritteln der Strecke wurde die Busfahrt plötzlich mit einem "All change, please, all change!" beendet und ich musste den letzten Teil bis zur White Hart Lane noch zu Fuss gehen. Im Stadion angekommen machte ich mich nun auf die Suche nach meinem Platz (Block 27, Row 27, Seat 100) und musste zusammen mit den Platzanweisern feststellen, dass es den nicht gab!!! Das war jetzt ein Fall für den Chef-Steward, der mit meinem Ticket verschwand und ein paar Minuten später mit einem Billet für einen Ersatzplatz ein paar Reihen weiter vorne im gleichen Block auftauchte. Nun konnte das Spiel also beginnen. :-) Vor dem Anstoss gab es noch eine Schweigeminute anlässlich des Remembrance Days. Auf dem Feld agierte eigentlich nur eine Mannschaft und so war es nicht verwunderlich, dass zur Halbzeit die Spurs mit dem starken Offensivduo Berbatov und Keane dank Toren von Jermaine Jenas (2) und Aaron Lennon bereits mit 3 zu 0 führten. In der zweiten Halbzeit immer noch das gleiche Bild und der eingewechselte Darren Bent mit dem Tor zum 4-0 Schlussresultat. Die Stimmung war in diesem auf allen Seiten geschlossenen Stadion manchmal recht eindrücklich, jedoch von den wenigen mitgereisten Auswärtsfans war gar nichts zu hören.

Tottenham Hotspur - Wigan Athletic

Samstag, 10. November 2007

Theater im Barbican und British Museum

Am Freitag abend fuhren wir mit der Tube zum Barbican Centre, einem riesigen Kulturzentrum, das mit seiner typischen Bauweise und den charakteristischen Farbtönen ein architektonisches Highlight aus den späten 70er und frühen 80er Jahren darstellt. Der ganze Komplex, mitten im zentralen Stadtteil City of London gelegen, beherbergt Raum für Veranstaltungen aus den Bereichen theatre, art, dance, film, education und music. Unser Interesse galt dem Tanztheater roadkill, welches im sogenannten The Pit programmiert war. Das Stück handelt von einem Paar, das im australischen Outback gestrandet ist und dessen Auto, sowie die nächstgelegene Telefonzelle nicht mehr funktionieren. Später taucht noch eine weitere Person auf und die drei Darsteller erleben und performen verschieden Situationen wie z. B. einen Autounfall in Zeitlupe und im Rückwärtsgang. Tanztheater auf höchstem Niveau, das uns beiden sehr gut gefallen hat!

Wieder einmal früh aufstehen hiess es am Samstag morgen, weil wir gerne zwei der begehrten Eintrittskarten für die vielgelobte Ausstellung The First Emperor - China's Terracotta Army im British Musuem erobern wollten. Der Vorverkauf wurde schon lange geschlossen und es sind lediglich noch täglich rund 500 Tickets direkt vor Ort erhältlich. Als wir um 9am beim Museum ankamen konnten wir mit vielen weiteren Besuchern relativ zügig ins Gebäude eintreten, mussten aber drinnen in einer langen Schlange anstehen. Eine Stunde später war es aber zu unserer Erleichterung geschafft und wir waren im Besitz von zwei Eintrittskarten für den Timeslot um 12.20. Zur Überbrückung der Wartezeit und Einstimmung besuchten wir einen Ausstellungssaal mit Exponaten aus China, Südost- und Südasien.

British Museum

Um 12.20 war es dann soweit und wir konnten den Lesesaal, der erstmals in einen Ausstellungsraum umfunktioniert wurde, betreten und in die Welt des First Emperor Qin Shihuangdi eintauchen. Er wurde 259 v. Chr. geboren, 246 v. Chr. als 13jähriger zum König der Provinz Qin ernannt und 221 v. Chr nach der Eroberung anderer Teilstaaten wird er der First Emperor of China. Bereits kurz nach seiner Krönung zum König von Qin beginnt er mit dem Bau seiner Grabstätte, welche erst mehr als dreissig Jahre später beendet wird und heute als eine der grössten archäologischen Fundstätten der Welt gilt. Neben seinem Grabhügel wurden auf dem rund 56 Quadratkilometer grossen Areal auch mehrere Gruben mit rund 7000 Terrakottasoldaten gefunden. Einige dieser faszinierenden Tonfiguren konnten wir heute in der Ausstellung bestaunen.

Montag, 5. November 2007

London Aquarium

Das vergangene Wochenende starteten wir am Freitagabend mit dem neuen Disney/Pixar-Film Ratatouille im lokalen Odeon-Kino-Komplex. Das Kino war etwas speziell bestuhlt, so war in der Mitte, wo normalerweise die besten Plätze sind die Treppe und die Sesselreihen waren V-förmig angeordnet. Der Film hingegen war hervorragend gemacht, recht lustig und mit einer unterhaltsamen Geschichte einer Ratte als Meisterkoch. Anschliessend beendeten wir den Abend mit einem Schlummertrunk in der Bar Lock 17 und einem kleinen Spaziergang bei angenehmer Temperatur von Camden Town nach Hause, da alle Busse hoffnungslos überfüllt waren.

Am Samstag machten wir uns nach einem gemütlichen Frühstück auf den Weg zur County Hall am südlichen Thamesufer, wo das London Aquarium beheimatet ist. Nachdem wir aber die lange Queue gesehen haben - Wartezeit schätzungsweise zwei Stunden - beschlossen wir den Aquariumsbesuch zu verschieben und stattdessen eine Shoppingtour zu machen. Zuerst stöberten wir durch den Sportartikelladen Lillywhites beim Picadilly Circus und nachher durch die Hälfte der Schuhläden an der Oxford Street.

Um vor der grossen Masse zu sein, standen wir am Sonntagmorgen recht früh auf und begaben uns erneut ans Thamesufer zum Aquarium, wo wir nun direkt ohne anzustehen zur Kasse gehen konnten. Nach Bezahlen des Eintritts (dank der Oystercard 2-für-1) traten wir ein in die wundervolle Welt der Fische und Wasserbewohner. Auf unserem mehrstündigen Rundgang bestaunten wir in über 50 Schaukästen mehr als 350 verschiedene Arten in über zwei Millionen Litern Wasser. Danach erkundeten wir noch die andere Hälfte der Schuhläden an der Oxford Street. ;-)


London Aquarium

Donnerstag, 1. November 2007

Torreigen an der Stamford Bridge

In dieser Woche war wieder eine Runde im Carling Cup, die vierte in dieser Saison, angesetzt und somit bestand erneut die Chance Tickets für eines der grossen Teams im General Sale zu erwerben. Ich entschied mich dieses Mal für einen Besuch an der Stamford Bridge bei Roman Abramovichs Chelsea FC. Gegner in dieser Begegnung war der Leicester City FC aus der zweithöchsten englischen Liga Coca-Cola Championship. Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack der rund 6,500 mitgereisten Leicester-Anhänger, konnte ihr Verein doch nach sechs Minuten in Führung gehen. Dank einer Doublette des starken Frank Lampard stand es nach einer halben Stunde jedoch standesgemäss 2-1 für die Londoner. Mit diesem Resultat ging es auch in die Halbzeitpause. In der zweiten Hälfte hatten die Blues einige Chancen, um das Spiel zu entscheiden, die sie aber allesamt nicht nutzen konnten. Wie so oft in solchen Situation kehrte das Spiel auf die andere Seite und innerhalb von sechs Minuten konnten die Foxes zuerst ausgleichen und dann sogar in Führung gehen. Nun sah es beinahe danach aus, als würde Chelsea seit langem wieder einmal zuhause gegen einen Unterklassigen verlieren. Doch vier Minuten vor Schluss gelang dem bis anhin eher unauffälligen Shevchenko der Ausgleich und als viele der 40,037 Zuschauer sich schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, machte Lampard seinen Hattrick perfekt und sicherte seinem Team einen Platz unter den letzten Acht im Carling Cup.

Montag, 29. Oktober 2007

The World as a Stage in Tate Modern

An diesem wunderschönen Herbsttag - im Gegensatz zum gestrigen Regenwetter - fuhr ich nach dem morgendlichen Unterricht in der Hampstead School of English direkt zu Tate Modern, wo ich mit Sabine abgemacht hatte, um gemeinsam die Ausstellung The World as a Stage zu besuchen. Da ich ein paar Minuten vor der vereinbarten Zeit schon dort war, hatte ich die Möglichkeit ein paar Bilder von der Umgebung (Spider von Louise Bourgois, Millenium Bridge über den River Thames,...) zu machen. Danach schauten wir uns in der Turbine Hall das umstrittene Kunstwerk Shibboleth von Doris Salcedo an. Dabei handelt es sich um einen Spalt, der nur einige Milimeter schmal am einen Ende beginnt, immer breiter wird und sich durch die ganze Halle zieht. Interessant war auch zu beobachten, wie die Leute sich rund um den Spalt verhalten haben und welche abenteuerlichen Posen sie für ein Erinnerungsfoto einnahmen. Als nächstes kauften wir uns zwei Eintritte für The World as a Stage und begaben uns in den vierten Stock um diese Ausstellung, in der es um die Verbindung zwischen Theater und Museum geht zu besichtigen. Nach dem Rundgang durch die verschiedenen Räume waren wir beide ein bisschen enttäuscht, da die Interaktion zwischen Ausstellung und Zuschauer unter unseren Erwartungen blieb und die ausgestellten Kunstwerke und Installationen nicht sehr innovativ waren. Trotzdem bin ich froh, diese Ausstellung gesehen zu haben.

Tate Modern

Sonntag, 28. Oktober 2007

Mit dem Bus nach Brighton & Hove

Am Samstagmorgen standen wir bei Zeiten auf und begaben uns per Tube zur Victoria Coach Station, von wo aus wir mit einem National Express-Bus in den Süden nach Brighton aufbrachen. Die Fahrt in einem angenehmen, modernen Reisecar via Flughafen Gatwick ins berühmte Seebad dauerte knapp mehr als zwei Stunden. Nach der Ankunft schlenderten wir zuerst ein bisschen über den Brighton Pier, wo seit über hundert Jahren Unterhaltung in Form von Spielautomaten, Essständen und einem Vergnügungspark geboten wird. Später fuhren wir mit einem lokalen Bus quer durch die ganze Stadt Brighton & Hove ins Grüne zum alten Wasserturm Foredown Tower, in dem heute ein kleines Landschaftsmuseum und eine Camera obscura eingerichtet sind. Aufgrund der Wetterverhältnisse konnte aber leider diese Attraktion nicht vorgeführt werden und wir begaben uns zurück ins Stadtzentrum von Brighton. Dort spazierten wir durch durch die Shoppingmeile, genossen ein Kaffee im Costa Coffee, flanierten durch die schmalen Gässchen der Altstadt und besichtigten den Royal Pavilion, bevor wir fürs Nachtessen in einem Pub einkehrten. Zum Abschluss bummelten wir noch dem nächtlichen Strand entlang und reisten wieder mit dem Bus zurück nach London.

Ausflug nach Brighton & Ho

Den Sonntag starteten wir mit dem Besuch eines Gottesdienstes in der Kapelle der Chalk Farm Baptist Church und am nachmittag gingen wir im Apple Store in der Regent Street den reparierten Computer von Sabine abholen. Das Wetter bestätigte an diesem Tag alle Vorurteile und es war den ganzen Tag lang grau und feucht, zeitweise regnete es gar in Strömen. Typisch London halt ;-)

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Coca - Cola Championship: Charlton - Plymouth

Wieder einmal war ich an einem Fussballspiel. Dieses mal reiste ich mit Bus, Bahn und Tube rund 90 Minuten in den Osten der Stadt ins sogenannte Valley, das Stadion des Charlton Athletic FC. In diesem Spitzenspiel der zweithöchsten englischen Liga Coca - Cola Championship zwischen den Addicks und dem Plymouth Argyle FC wurde leider kein hochklassiger Fussball gezeigt. Nachdem zuerst das Gastteam bereits nach fünf Minuten etwas glücklich in Führung ging, schaffte Charlton den noch glücklicheren Ausgleich mittels eines Freistosses von Danny Mills, der vom Torhüter an den Pfosten gelenkt wurde und danach via seinen Beinen ins Tor prallte. Ebenfalls noch in der ersten Halbzeit gelang Plymouth der 2-1-Führungstreffer. Der zweite Durchgang nach der Pause war geprägt von den ergebnislosen Versuchen der Addicks doch noch den Ausgleich zu schaffen. Zu erwähnen ist noch der Schiedsrichter, der eine der schlechtesten Leistungen bot, die ich je gesehen habe! Zeitweise wusste niemand im Stadion ausser ihm, was denn nun gepfiffen wurde und er schaffte es in einem eigentlich fairen Spiel 10 (!) gelbe Karten zu verteilen. Diese Leistung wurde von den rund 22,000 Zuschauern mit "Stand up if you hate Styles" quittiert. Ansonsten war die Stimmung sehr friedlich und der CAFC wurde seinem Image als Family Club gerecht. Nach Spielende machte ich mich auf eine lange Heimreise mit dem Bus, DLR und National Rail und erreichte ziemlich genau zwei Stunden nach dem Schlusspfiff unsere Wohnung in Camden.

Charlton - Plymouth

Sonntag, 21. Oktober 2007

Battersea Arts Centre und ZSL London Zoo

Am Freitag abend gingen wir eine Theatervorstellung schauen. Im Studio 68 des Battersea Arts Centre wurde das Stück Between the Devil and the Deep Blue Sea des Ensemble 1927 aufgeführt. Die Vorstellung war eigentlich schon ausverkauft und wir konnten lediglich die Tickets von jemandem erben, der sie nicht abholen kam. Nachdem wir ins nach drinnen begaben, waren wir dann etwas weniger überrrascht, dass bereits sold out war: der Raum war ziemlich klein und bot nur rund dreissig Zuschauern Platz. Vor Beginn des Spektakels deckten wir uns an der Bar noch mit einem Getränk ein und warteten gespannt bis es losging. Das Stück bestand aus einigen kurzen Geschichten, welche von zwei Schauspielerinnen dargestellt wurden. Unterstützt wurde die Performance durch Videoprojektionen und musikalisch begleitet von einer Pianistin.

Unser samstäglicher Ausflug führte uns ganz in der Nähe in den London Zoo der Zoological Society of London. Dieser wunderschöne Tierpark, im Regent's Park gelegen, beherbergt mit über 650 verschiedenen Arten die umfangreichste Tiersammlung Britanniens. Sehr eindrücklich sind diejenigen Gehege, welche man betreten kann und nicht mehr durch einen Zaun von den Tieren getrennt ist. Davon gab es je eines mit Vögeln, allerlei Urwaldgetier, Schmetterlingen und Affen. Weiter speziell erwähnt werden muss sicherlich auch das brandneue erst im Frühling 2007 eröffnete moderne und geräumige Gorilla Kingdom, in welchem momentan drei dieser grossen Mennschenaffen zu Hause sind.

ZSL London Zoo


Zum Ausklang des Weekends waren wir heute noch etwas Exklusives essen. Als Erinnerung an unsere ersten gemeinsamen Ferien in Bruxelles gingen wir in das belgische Restaurant Belgo Noord in der Nähe der Tubestation Chalk Farm. Als Hauptgang bestellten wir Mussels mit Frites und dazu eines der unzähligen belgischen Biere. Das Restaurant befindet sich in einem Keller und wird über eine Treppe durch einen schmalen Gang betreten. Die Einrichtung ist ziemlich trendy und gestylt. Ausserdem scheint das Lokal sehr angesagt zu sein, auf jeden Fall waren schlussendlich alle Tische besetzt und das Servierpersonal ziemlich beschäftigt!

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Fussball und königliche Attraktionen

Am letzten Wochenende hatten wir Besuch aus der Schweiz. Simu, der Trainer von BSF Innebandy Lyss kam nach London, um seine Freundin nach einem Sprachaufenthalt abzuholen. Am Freitag stand ein Fussballspiel der Coca Cola League 2 zwischen dem Brentford FC und Rotherham United FC auf dem Programm. Die Coca Coca League 2 ist die vierthöchste Spielklasse im englischen Profi-Fussball. Nach einer rund einstündigen Anreise per Tube, Bus und Fussmarsch erreichten wir den in der Anflugschneise des Flughafen Heathrow gelegenen Griffin Park, welcher Platz für 14,000 Zuschauer bietet. An diesem Abend fanden sich rund 3,800 Zuschauer für dieses Spiel zweier Mannschaften aus dem Mittelfeld der Tabelle ein. Das Niveau der Partie war überraschend hoch und die beiden Teams könnten wohl problemlos im vorderen Bereich der Schweizer NLB mithalten. Auffallend war, dass das Mittelfeld eigentlich nicht existierte und fast ausschliesslich mittels längen Bällen über die Flügel angegriffen wurde und sehr zur Freude des Publikums kein Ball verloren gegeben wurde, was oft mit spontanem Szenenapplaus honoriert wurde. Zeitweise waren zudem Fangesänge der einheimischen Zuschauer wie auch der nach offiziellen Angaben 248 Away-Supporters zu hören.

Brentford - Rotherham

Den Samstagabend verbrachten wir bei einem gemütlichen und ausgezeichneten Essen im indischen Restaurant Bangalore Brasserie in der Nähe unserer Wohnung. Herzlichen Dank an unsere Besucher für die grosszügige Einladung! Am Sonntag unternahmen wir zusammen mit unseren Gästen ein bisschen Sightseeing. Zuerst fuhren wir per Tube zum Picadilly Circus, von wo wir auf der Mall entlang dem St James's Park Richtung Buckingham Palace schlenderten. Zufälligerweise fand dort auch gleich noch ein folkloristisch anmutender Umzug der Guards statt. Danach spazierten wir erst durch den St James's Park zur Westminster-Tubestation und nach einer kurzen U-Bahn-Fahrt von Lancaster Gate durch die schönen Kensington Gardens zum Diana Princess of Wales Memorial Fountain und zur Serpentine Gallery, wo normalerweise ein gemütliches Café wäre, das aber an diesem Sonntag wegen einer speziellen Ausstellung nur gegen Eintritt zugänglich gewesen wäre. Etwas erschöpft und hungrig beendeten wir den Ausflug mit einer kleinen Stärkung in einem nahegelegenen Pub und fuhren per Bus zurück nach Camden Town.

Sonntagsausflug im Oktober

Dienstag, 9. Oktober 2007

Camden Markets, Bootsfahrt auf dem River Thames und experimentelles Theater

Am Samstag fuhren wir mit dem Bus Route 29 von unserer Wohnung hinunter nach Camden Town, um dort ein bisschen durch die Camden Markets zu streifen und ein paar Einkäufe für notwendige Haushaltsartikel zu erledigen. Die Camden Markets bestehen aus vielen kleinen und grösseren Verkaufsständen verteilt auf verschiedene Gebiete wie Camden Lock, Horse Hospital und Camden Canal. Angeboten werden vor allem Kleider und Accessoires, aber auch Antiquitätenmöbel und diverse Leckereien zum Speisen. Nach einigem Bummeln durch die vielfältigen Stände, hatten wir Lust etwas zu essen und bestellten eine Cottage Crêpe (mit Cheddar Cheese, Ham and Garlic Mushrooms). Diese war sensationell und ist die beste Crêpe, die ich jemals irgendwo ass!! Nach dem Marktbesuch gingen wir weiter zur Camden High Street, wo wir unter anderem einen Föhn in einer Argos-Filiale kauften. Bei Argos sucht man sich zuerst die Ware im Katalog aus, notiert die Artikelnummer auf einem Zettel und bezahlt dann entweder per Karte am Automaten oder mit Bargeld an der Kasse. Nach kurzer Wartezeit kann man dann seinen Einkauf am Collection Point abholen.

Camden Markets

Der Sonntag
bestand aus einer Kombination von Vergnügen und Recherchen für Sabines Studium. Zuerst reisten wir per Bus und Tube zum Westminster Millenium Pier, wo wir uns ein Ticket für eine Schifffahrt von dort nach Greenwich kauften. Die Fahrt auf dem River Thames dauerte rund eine Dreiviertelstunde und führte an zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie dem London Eye, der Tower Bridge, Canary Wharf und wie sie alle heissen vorbei. Um die ganze Aussicht zu geniessen hielten wir uns immer auf dem zügigen Oberdeck auf, was ich nun anhand einer leichten Erkältung spüre. Nach der Ankunft am Greenwich Pier spazierten wir kurz durch das beschauliche Städtchen zur DLR-Station Cutty Sarks, um via Canary Wharf, wo wir auf die Jubilee Line wechselten nach North Greenwich zu fahren. Von dort ging es weiter mit einem Bus zur Thames Barrier, der Hochwasserschutzanlage Londons.

Bootsfahrt Westminster Pier - Greenwich Pier

Nachdem wir dieses imposante Bauwerk besichtigt hatten, fuhren wir per Bus nach Peckham, um dort im Area 10 Project Space das experimentelle Theaterstück "A Funeral for Don Quixote" zu schauen, welches von einem Dozenten von Sabine geschrieben und directed wurde.

Montag, 1. Oktober 2007

NHL Premiere'07 London: Anaheim Ducks - LA Kings

Vergangenen Samstag reisten Sabine und ich mit dem Silverlink National Rail von Kentish Town West nach Stratford und von dort weiter mit der Jubilee Line bis North Greenwich, wo sich der ehemalige Millenium Dome, heute The O2 genannt, befindet. Nach dieser langen und umständlichen Anreise durch die Travel Zones 2 und 3, und den speziellen Charakteren im Silverlink-Zug beschlossen wir auf der Rückfahrt doch lieber den etwas teureren Weg durchs Statdzentrum (Central Zone 1) zu nehmen.

Trotz allem sind wir noch rechtzeitig im Stadion angekommen und so verpflegten wir uns zuerst mit einem Ciabatta Cheeseburger und einem Bier, bevor wir unsere Plätze im Block 420 im vierten Level einnahmen. Die Sicht aufs Eisfeld war erstaunlich gut und so stand nun einem spektakulären Spiel zwischen dem amtierenden Stanley Cup Winner Anaheim Ducks und dem "Gastgeber" Los Angeles Kings nichts mehr im Weg. Oder zumindest fast nichts mehr: nachdem eine junge Dame bei gedämpftem Licht die beiden Hymnen "The Star-Spangled Banner" und "God Save the Queen" zum Besten gab, war es minutenlang nicht mehr möglich die Eisfläche hell genug zu beleuchten. So wurden die Spieler erneut in die Garderoben geschickt und die Lichtanlage repariert. Rund eine halbe Stunde nach offiziellem Spielbeginn konnte dann tatsächlich das Spiel begonnen werden. Zwischen meiner normalen Eishockeykost in der Schweizer NLB und der grossen nordamerikanischen Profiliga NHL gibt es einige Unterschiede. So wurde das Spiel am Samstag von zwei Headschiedsrichtern und zwei Linesmen geleitet, ausserdem gab es pro Drittel drei Unterbrechungen, die den übertragenden TV-Anstalten das Ausstrahlen von Werbung erlaubte und im Stadion zur Eisreinigung vor den Toren genutzt wurde. Ebenfalls augenfällig war das etwas kleinere Eisfeld und vor allem das höhere Tempo. Generell wurden die Pässe viel stärker gespielt und von den Angespielten problemlos angenommen und weitergespielt. Interessant war auch zu sehen, dass gleich von anfang an die Null-Toleranz umgesetzt wurde und zu Beginn selten fünf gegen fünf Spieler auf dem Eis standen. So war es auch nicht erstaunlich, dass von den insgesamt fünf Toren beim 4-1-Sieg der Kings vier Tore im Powerplay und eines am Schluss ins leere Tor erzielt wurden.

Am Ende des rund dreistündigen Spiels, bei dem auf den Zuschauerrängen selten Stimmung aufkam - lediglich zwischendurch erklangen einige "Let's go, Ducks!"-Rufe - wurden die drei "Stars of the Game" Mike Cammalleri, Jonathan Bernier und Anze Kopitar ausgezeichnet. Alles in allem war es ein interessanter Ausflug zu einem teilweise unterhaltsamen Spiel in einer beeindruckenden Arena.
NHL Premiere'07 London

Mittwoch, 26. September 2007

Carling Cup: Arsenal FC - Newcastle United

Gestern abend ging ich zum Spiel Arsenal FC gegen Newcastle United. Normalerweise ist es ohne mindestens Silver oder Red member von Arsenal zu sein beinahe unmöglich an Tickets für Spiele im Emirates Stadium zu kommen. Weil aber gestern weder Premier noch Champions League, sondern "nur" Carling Cup war, gingen die Tickets für einmal in den General sale und konnten von jedermann bezogen werden.

Von unserer Wohnung fuhr ich mit dem Bus der Linie 29 zuerst einige Stationen weiter nördlich bis Holloway Nag's Head und von dort dann weiter zu Fuss Richtung Emirates Stadium. Bevor ich ins Stadion ging, genehmigte ich mir noch ein Pint in einem Pub in der Umgebung. Rund eine Stunde vor dem Kick off betrat ich das topmoderne, letztes Jahr eröffnete Stadion. Der Blick in das weite Rund war wirklich beeindruckend. Nach einem kleinen Rundgang, nahm ich meinen Sitz in Reihe 17 ein und wartete auf den Anstoss. Den Aufstellungen beider Teams war klar anzumerken, dass es sich um den Carling Cup handelt und es kamen bei Arsenal neben den beiden regelmässigen Premier League-Spielern Senderos und Walcott drei Spieler (Fabianski, Bendtner und Diarra) zu ihrem Pflichtspiel-Debut. Lange blieb es beim torlosen Unentschieden und in einem ansehnlichen Fussballspiel kamen beide Mannschaften zu Chancen, wobei die Gunners etwas mehr vom Spiel hatten. Rund zehn Minuten vor dem Ende erzielte
Nicklas Bendtner per Kopf das 1-0. Im ersten Angriff nach dem Wiederanspiel gelang Newcastle beinahe der Ausgleich, der nur durch den beherzten Einsatz von Philipp Senderos verhindert werden konnte. Kurz vor dem Abpfiff stellte Denilson den Arsenal-Sieg mit dem 2-0 sicher.

Die Stimmung im mit 60,004 Zuschauern ausverkauften Emirates Stadium war auch recht eindrücklich, vor allem wenn im ganzen Stadion die gleichen Gesänge gleichzeitig angestummen wurden.

Nach dem Spiel wartete ich zuerst einige Minuten vergeblich auf einen Bus, um wieder nach Hause zu fahren. So entschied ich mich also zu Fuss zu gehen und erreichte unsere Wohnung nach einem kurzen Fussmarsch von rund zwanzig bis dreissig Minuten. Wir wohnen also beinahe neben dem Emirates Stadium.

Arsenal - Newcastle

Montag, 24. September 2007

Es wird wohnlich bei uns


Das vergangene Weekend verbrachten wir erneut teilweise mit dem Einrichten unserer Wohnung. Einerseits hiess es Putzen, Teppich shamponieren und die bereits gekauften Möbel auspacken und zusammenmontieren und andererseits reisten wir nochmals nach Edmonton zu IKEA, um kleinere Sachen für den Haushalt zu kaufen.

Am Sonntag fuhren wir per Bus, der nur einige Meter neben unserer Haustüre hält, in zwanzig Minuten bis ins Zentrum zur Oxford Street. In einer Seitenstrasse davon befand sich der Hub (Hauptgebäude der UAL), wo Sabine ihr Eintrittsarmband für die Pathfinding week (Einführungswoche) der University of the Arts abholen konnte. Anschliessend gönnten wir uns noch ein Nachtessen in einem Angus Steak House.

Donnerstag, 20. September 2007

Englischunterricht und Wohnungseinrichtung

Seit Montag sind Sabine und ich nun als beide Sprachstudenten an der Hampstead School of English. Ich besuche jeden Tag während drei Lektionen einen General English-Kurs im Niveau C1 gemäss dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen bei einem Lehrer namens Rory. Er ist ein Mann mittleren Alters und der Unterricht bei ihm ist sehr angenehm, da er wirklich auf die Studenten eingeht und durch seine Art alle zum Reden und Mitmachen animiert. Die Klasse besteht aus 14 Schülerinnen und Schülern aus Europa und Südamerika (Schweden, Italien, Serbien, Deutschland, Schweiz, Brasilien, Venezuela und Bolivien). Die Schule überzeugt neben dem guten Unterricht auch durch sehr hilfsbereite Angestellte, einer eigenen Kantine mit preiswerten Speisen (und dem günstigsten Kaffee in London für 50p ;-) ) und guten Installationen wie PC-/Internetraum und Bibliothek.

In der Wohnung haben wir noch ein bisschen zu tun mit Putzen und dem Montieren der IKEA-Möbel. Immerhin wurde vorgestern der alte, verschimmelte Kühlschrank durch einen Neuen ersetzt und wir haben nun die Möglichkeit Lebensmittel einzukaufen und zu kühlen.



Da wir in der Wohnung keine Waschmaschine haben, mussten wir am Sonntag auswärts waschen gehen. Praktischerweise befindet sich ein Waschsalon gleich in unserer Strasse nur einige wenige Meter von unserem Flat enfernt. Für uns war es das erste Mal, dass wir unsere Kleider in einer Selbstbedienungswäscherei reinigten und wir fanden es eine spannende Erfahrung. Einzig ein bisschen teuer ist es, kostet doch eine Maschine £2.50.

Montag, 17. September 2007

Exciting and expensive days

Am Freitag sind wir um 7am aufgestanden, haben gefrühstückt und unsere Koffer gepackt. Danach machten wir uns auf den beschwerlichen Weg (zwei Tubelinien funktionierten nicht und wir mussten unsere Route zweimal anpassen) zur Immobilienagentur für die Vertragsunterzeichnung und Schlüsselübergabe. Nach dem Studium des rund zehnseitigen Werks über eine sogenannte Assured Shorthold Tenancy mit fixed term 6 months und der Klärung einiger Verständnisfragen unterzeichneten wir das Papier, nahmen die Schlüssel in Empfang und machten uns auf den Weg in unser neues Heim. Dort angekommen, stellten wir erstmal fest, dass seit unserer Besichtigung keine Generalreinigung durchgeführt wurde und Wohnungen in England offenbar nicht so sauber übergeben werden wie in der Schweiz. Als nächstes gingen wir nun Putzmittel kaufen und an einem PayPoint den Electricity Key aufladen, damit wir Strom erhielten. Leider funtkionierte unser Electricity Meter jedoch nicht und wir meldeten das Problem der EDF (zuständige Behörde fürs Stromwesen), welche ein paar Stunden später einen Techniker vorbeischickte, der das Gerät zum Laufen brachte. Ebenfalls am Freitag abend war ich noch bei der Hampstead School of English und habe Sabine für eine Woche und mich für zehn Wochen eingeschrieben.

Am Samstag erstellten wir als erstes eine Liste der noch vorhandenen Mängel, welche nun hoffentlich in dieser Woche behoben werden können. Gegen Mittag begaben wir uns dann nach Edmonton im Norden Londons zum IKEA. Dort wählten wir einige Stunden lang das Nötigste zum Leben aus und machten uns mit drei vollen Wagen auf Richtung Kasse. Die ganzen Möbel wie Matratze, Bettsofa, Tisch usw. liessen wir per Home delivery service an unsere Adresse liefern und konnten sie bereits am Sonntag in Empfang nehmen. Die nächsten paar Tage werden wir nun also neben der Schule noch mit Putzen und Einrichten der Wohnung beschäftigt sein. Zum Ausklang des Weekends gingen wir am Sonntag abend noch in unserer Strasse in einem indischen Restaurant etwas Leckeres essen.

Donnerstag, 13. September 2007

Die Qual der Wahl

Am heutigen Tag waren wir in weiten Teilen Londons unterwegs, um einige Sprachschulen, die wir per Internet gefunden hatten persönlich anzusehen und uns ein Urteil zu bilden. Weiter wollten wir uns informieren, wie und wann das enrolment an der CSM für Sabine vonstatten geht. Den price cap von £5.20 mit der Oyster card hatten wir auf jeden Fall schon recht bald erreicht und die weiteren Fahrten konnten wir gratis in Anspruch nehmen. Eine normale bar bezahlte Einzelfahrt mit der Tube kostet zwischen £2 und £4 (je nach Zone, Länge der Fahrt und Tageszeit), während man mit dem pay as you go-System "nur" £1-£2.50 und pro Tag maximal £5.20 berappen muss. Heute abend werden wir nun anhand der gesammelten Prospekte, Preislisten und Eindrücke eine Schule auswählen, bei der ich mich morgen einschreiben gehe. Ausserdem können wir morgen bei der Immobilienagentur vorbeigehen und hoffentlich den Vertrag für unser One bed flat unterzeichnen und den Schlüssel in Empfang nehmen.

Mittwoch, 12. September 2007

Duke of York's Theatre

Gestern abend unternahmen wir einen Ausflug ins berühmte Theaterviertel West End. Anlass war mein Geburtstagsgeschenk für Sabine: der Besuch des Stücks "In Celebration" mit Orlando Bloom. Vor der Show waren wir noch in einem Spaghetti House eine Pizza essen und fanden uns einige Minuten vor Beginn auf unseren Plätzen im Upper Circle ein. Nachdem die Glocke einige Male geläutet hatte und alle Besucher sich auf ihren Sitzen eingefunden hatten, konnte die Vorstellung beginnen. Die Geschichte handelte von einem Vater, seiner Frau und ihren drei Söhnen, welche sich zu einer Feier für den Vater zusammenfanden. Ort dieser Handlung war das Elternhaus ungefähr in den 1960er Jahren. Nach der rund zweistündigen Aufführung gingen wir kurz in ein Pub in der Nähe, um etwas zu trinken und nachher nochmals zurück vor das Theater, wo nun Orlando Blum umringt von einer ganzen Schar vornehmlich asiatischer Touristinnen Kusshändchen und Autogramme verteilte. Kurz darauf verschwand er wieder im Theatergebäude und wir beobachteten noch ein bisschen die Frauen, welche alle ganz hysterisch erfreut waren über die gelungenen Fotoaufnahmen und das Erlebnis Orlando aus der Nähe gesehen zu haben, als plötzlich die Türe neben uns aufgerissen wurde und Mr Bloom mit seinem Hund und einem Rucksack herausstürmte und mit einem freundlichen "Bye, good night" in unsere Richtung joggend in der Londoner Nacht verschwand.

Montag, 10. September 2007

Shopping an der Oxford Street

Heute Montag fuhren wir mit der Metro ins Stadtzentrum zum Oxford Circus. Von dort bummelten wir durch verschiedene Geschäfte wie French Connection, H&M, Esprit, River Island, The Carphone Warehouse und einige mehr entlang Londons berühmtester Einkaufsstrasse Oxford Street. Nach dem wir schöne Jeans für Sabine und einen Pulli für mich gefunden hatten, erreichten wir die Tubestation Bond Street und machten uns wieder auf den Weg zurück nach Barking.

Sonntag, 9. September 2007

Sonntagsspaziergang

Auf dem Weg vom Hotel zur Tubestation Barking kamen wir in den Genuss eines Konzerts einer Gruppe Indianer. Danach fuhren wir mit der District Line bis Westminster, wo wir als erstes Big Ben sahen. Wir begaben uns nun vorbei an den Houses of Parliament und Treasury Richtung St James's Park, in dem wir an einem kleinen See entlang zum Buckingham Palace schlenderten. Dort angekommen wurden wir gerade Zeuge eines Schichtwechsels bei den Guards (s. Video). Weiter spazierten wir durch den Green Park bis zum Hyde Park, wo wir uns zuerst in einem schicken Self-Service-Restaurant mit einem kleinen Imbiss stärkten. In dieser riesigen und berühmten Parkanlage herrschte am heutigen Sonntag ziemlich Betrieb! So gab es am Speaker's Corner unter anderen einen älteren Herrn, der die Amerikaner für 9/11 verantwortlich machte, einen Priester, der das Evangelium verbreitete und einen Rastafari, der über die Möglichkeiten der "Black people" referierte. Vielerorts wurde auf dem Rasen Fussball gespielt und auf den geteerten Wegen waren die Inlineskater und Rollschuhfahrer unterwegs. Zum Abschluss marschierten wir noch durch einen Teil der Kensington Gardens zur Undergroundstation Lancaster Gate, von wo wir mit der Central bis Mile End fuhren und dort in die District zurück nach Barking wechselten.
Sonntagsspaziergang in den Parks


Samstag, 8. September 2007

The London Borough of Barking and Dagenham

Am heutigen morgen war für uns nach der anstrengenden Wohnungssuche der letzten Woche erst einmal ein bisschen Ausschlafen angesagt. Nachdem wir gemütlich in der Hotellobby gefrühstückt hatten, begaben wir uns auf einen kleinen Spaziergang durch die Umgebung des Hotels. Wir wohnen momentan im Bezirk London Borough of Barking and Dagenham im Nordosten von London. Wie die ganze Stadt ist auch dieser Teil sehr multikulturell und die Bewohner stammen aus der ganzen Welt. Neben vielen älteren, typisch britischen Häusern gibt es auch Bestrebungen zur Modernisierung durch den Bau von modernen Gebäuden.

Barking

Auf unserer Erkundungstour machten wir auch einen Abstecher zur Barking Rail Station und kauften uns dort das öV-Ticket der Londoner, die sogenannte Oyster card. Diese Karte wird mit einem Guthaben aufgeladen (top up) und kann danach durch Berühren der Lesegeräte (readers) an den Stationen zur Bezahlung der Fahrten (pay as you go) in der Tube und den Bussen benutzt werden.

Freitag, 7. September 2007

Wohnungssuche - Nächster Teil

Heute morgen klingelte unser Wecker bereits um 7am, damit wir nach einem kleinen Frühstück rechtzeitig die aktuellen Wohnungsinserate abklappern und die Agenten anrufen konnten. Nach einigen Absagen ("No, it's already gone.") konnten wir für 1pm ein Viewing eines One-Bed-Flats in Northern London vereinbaren. Die Wohnung war für Londoner Verhältnisse einigermassen geräumig, etwas älter und daher relativ günstig. Weil auch die Lage ziemlich ideal ist (Travelzone 2) haben wir uns entschieden diese Wohnung zu nehmen. Nachdem wir ein sogenanntes Registration deposit bezahlt haben warten wir nun auf einen hoffentlich positiven Bescheid nach der Prüfung unserer Referenzen.
North London

Donnerstag, 6. September 2007

Docklands

Der heutige Tag stand erneut im Zeichen der Wohnungssuche. Nachdem wir zuerst beinahe nur Absagen erhielten, weil die Wohnungen bereits vergeben waren, konnten wir am Mittag doch noch ein Flat in den Docklands besichtigen. Leider passte aber der Mietbeginn im Oktober für uns nicht. Der Weg zur Besichtigung führte uns mit der DLR durch die schöne, neu aufgemotzte Gegend der Docklands.
Docklands

Weiter gings und gehts jetzt immer noch mit dem Studieren von unzähligen Wohnungsinseraten, telefonieren für Besichtigungstermine und Anschauen von Wohnungen. Unser Nachtessen - Fish & Chips für Sabine und Cottage Pie, Chips and Peas für mich - genehmigten wir uns heute im Pub The Barking Dog direkt bei der Barking Rail Station.

Mittwoch, 5. September 2007

The worst strike in a decade und Wohnungssuche

Bereits bei unserer Ankunft am Montag haben wir von einen bevorstehende Streik bei der Tube gehört und gelesen. Am Dienstag und Mittwoch war es dann soweit und neun der zwölf Untergrundlinien hatten ihren Betrieb eingestellt, so dass für die Fortbewegung durch die Stadt teils lange Umwege via den drei funktionierenden Linien, den DLR, c2c-Zügen und mittels Bussen in Kauf genommen werden mussten. Glücklicherweise wurde der Streik nun vorläufig beendet und der Betrieb sollte sich langsam wieder normalisieren. Trotz diesen etwas unglücklichen Umständen besuchten wir gestern die Administration der University of the Arts London, um einige Informationen einzuholen und konnten heute zwei Wohnungen besichtigen. Den Geburtstag von Sabine haben wir gestern abend mit einem Essen bei Nando's gefeiert.
Erste Impressionen aus London

Montag, 3. September 2007

Reise nach London


Größere Kartenansicht

Die letzten Tage standen für uns ganz klar unter dem Einfluss der Vorbereitung für unsere Abreise nach London, immerhin wird Sabine hier ein Semester lang studieren und ich bleibe auch drei Monate da. Nachdem wir gestern abend noch bis spät in die Nacht unsere Koffer fertig gepackt hatten, gings heute morgen nach wenig Schlaf früh los mit dem ICN über Delémont nach Basel zum Euroairport. Von dort flogen wir mit einer Boeing 737-700 von easyjet etwas verspätet nach London Luton. Anschliessend reisten wir mittels First Capital Connect, Tube und Bus bis nach East Barking am östlichen Stadtrand, wo wir ins reservierte Hotel Formule 1 einchecken konnten und uns nun ein bisschen von den Strapazen erholen.
Anreise nach London

Mittwoch, 22. August 2007

Czech Open 2007 in Praha

Leider habe ich momentan aufgrund der Vorbereitungen für London nicht sehr viel Zeit für einen Beitrag, deshalb nur kurz ein paar Worte und einige Bilder der Pragreise. Der Flug am Mittwochnachmittag mit einer SWISS-Avro RJ 85/100 klappte gut und trotz der kurzen Flugdauer von knapp 1,5 Stunden wurden ein Sandwich und Getränke serviert. Nach der Landung auf dem Ruzyně-Flughafen reisten meine beiden Begleiter und ich per Bus und Metro zum Botel Admiral, um unsere Zimmer zu beziehen. Am Donnerstag und Freitag standen für BSF Innebandy Lyss insgesamt vier Spiele am Czech Open auf dem Programm, wovon zwei gewonnen wurden und zwei verloren gingen. Am Samstag war ich ein bisschen in der Stadt zwecks Prüfung der neuen Kenvelo-Kollektion, wovon mir aber nichts wirklich zusagte und einem kurzen Sightseeingbummel in der Umgebung des Altstädter Rings, bevor es zum Letnà-Stadion, welches jetzt AXA-Arena heisst, für das Spiel AC Sparta Praha gegen FC Tescoma Zlín ging. In einer Partie mit eher bescheidenem Niveau spielte beinahe nur Sparta und konnte trotz anfänglichem Rückstand verdient mit 2-1 gewinnen. Freitag und Samstag abends erfolgte wie bereits in den letzten Jahren üblich der traditionelle Besuch des Futurums. Ausserdem konnten am Samstag noch die wohl einzigen Badegäste in der Moldau bestaunt werden. Am Sonntag erfolgte die Rückreise erneut mit einem Flug der SWISS.

Praha

Montag, 13. August 2007

Stars in Desert und die Rückreise

Für den zweiten Ausflug zur Erkundung Ägyptens wurden Sabine, ich und eine deutsche Familie am Mittwoch Nachmittag bei unserem Hotel abgeholt. Zuerst gings mit einem Jeep über die normale Strasse bis zu einem Treffpunkt am Rande der Wüste, wo noch verschiedene andere geländegängige Fahrzeuge unseres Reiseveranstalters Travco eintrafen. Damit etwas bessere Platzverhältnisse geschaffen werden konnten, durften wir noch von unserem Jeep in einen lastwagenähnlichen Wüstenbus (Ähnlichkeiten mit einem Duro können nicht abgestritten werden) umsteigen und dann gings auch schon los mit einem wilden Ritt durch die karge, von Dünen geprägte Wüstenlandschaft. Vor dem Start empfahl uns der Fahrer mit den Worten "I will fly" sich gut festzuhalten ;-) Auf der abenteuerlichen Fahrt Richtung eines Beduinendorfes gab es einen Zwischenhalt, bei dem man eine Fata Morgana bestaunen konnte, sowie eine kurze Pause zum Geniessen der Aussicht bis zum Roten Meer und des feinsten Sandes in der ganzen Östlichen Wüste (auch Arabische Wüste genannt). Nachdem wir nochmals ein paar Minuten durchgerüttelt wurden erreichten wir unseren Zielort rund dreissig Kilometer innerhalb der Wüste. In einem beduinischen Gästehaus erhielten wir Schwarztee und Wasser zum Trinken und konnten die typische ägyptische Wasserpfeife Shisha rauchen, während unser Reiseleiter Ali (Baba) uns allerlei Interessantes über die Beduinen und ihre Lebensart erzählte. Auf einem kleinen Dorfrundgang sahen wir nun die Moschee, den Brunnen, Ställe für die Ziegen sowie die Bäckerei. Als Nächstes durften wir nun die Kamele besteigen und ungefähr zehn Minuten durch die Wüste reiten, bevor wir von einem kleinen Hügel aus den Sonnenuntergang bewundern konnten. Während wir nun mit einem feinen beduinischen Abendessen bestehend aus dem typischen Fladenbrot, Reis, Kartoffeln und Fleisch vom Grill den Hunger stillten, wurde es immer schwärzere Nacht. Nachdem wir wieder ins Freie traten sahen wir am Himmel unzählige Sterne, sowie sehr deutlich einen Teil der Milchstrasse. Dank zwei hochmodernen Teleskopen hatten wir noch die Möglichkeit einige Himmelskörper etwas genauer zu betrachten, bevor es mit dem Jeep wieder Richtung Hotel zurück ging.
Hurghada - Stars in Desert

Leider mussten wir am Donnerstag bereits wieder unsere Koffer packen und den Steigenberger Al Dau Club verlassen. Nachdem wir per Reisecar die kurze Strecke zum Hurghada International Airport bewältigten konnten wir dort problemlos Einchecken und unsere Koffer aufgeben. Die Wartezeit bis zum Boarding verkürzten wir mit einem Bummel durch die Flughafenshops, wo man sich nochmals wie auf dem Basar fühlt (Where do you come from? Please come in my little shop! You wanna buy some presents for your friends? usw.) und der Investition der letzten ägyptischen Pounds in etwas Wasser zum Trinken. Kurz nach dem Einsteigen in die gelbe TUIfly-Boeing 737-800 ging es dann auch schon los - wegen Baustelle auf dem Taxiway in verkehrter Richtung auf der Startbahn bis zum Anfang, wo das Flugzeug mittels 180°-Drehung in Startposition gebracht wurde. Auch auf diesem Flug wurden wir wieder mit einem akzeptablen Essen (Hühnchen mit Hörnchen) bedient und konnten nach einer mehr oder weniger angenehmen Flugzeit (kleine Turbulenzen und ein Hugh-Grant-Film) von rund vier Stunden in München landen. Die Gepäckausgabe klappte reibungslos und nach ein paar Stunden Wartezeit konnten wir uns auf die Zugs-Odyssee von München Flughafen Terminal über München Ostbahnhof - Karlsruhe - Basel SBB nach Biel machen.

Hier noch die weiteren Bilder von dieser Ägypten-Reise:
Hurghada - Reise und Impressionen
Hurghada - Ausflug nach Kairo

Dienstag, 7. August 2007

Im Schatten der Pyramiden mit Ibrahim

Damit wir trotz unserem Aufenthalt in einer zwar schoenen, aber abgegrenzten Clubanlage in der Tourismushochburg Hurghada etwas vom Land und der Kultur Aegyptens sehen, haben wir uns fuer Sonntag fuer einen Eintagesausflug nach Al-Qahira (Kairo) angemeldet. Weil die Hauptstadt rund 450km entfernt ist, laeutete unser Wecker bereits um dreissig Minuten nach Mitternacht und der Car holte uns um 1.15 Uhr beim Hotel ab. Nachdem noch weitere Gaeste eingesammelt wurden und wir in den Reisebus mit Reiseleitung in deutscher Sprache gewechselt hatten, warteten wir am Konvoisammlungsplatz zusammen mit vielen anderen Cars (in manchen Naechten starten bis zu 100 Busse) auf das Startzeichen der Tourismussicherheitspolizei. Mehr oder weniger puenktlich setzte sich der Tross um 3 Uhr mit Polizeibegleitung in Bewegung. Die rund sechsstuendige Fahrt fuehrte durch Wuestengebiet entlang dem Roten Meer vorbei an Ferienresorts, Baustellen und Oelfoerderstellen bis zu einer Raststaette in Za'farana (Ras Safarana), wo die polizeilich verordnete Pause stattfand. Etwas weiter noerdlich zweigte der Konvoi dann rechts auf die neue Schnellstrasse Richtung Kairo ab. Etwa um 9 Uhr erreichten wir die erste Station bei der Zitadelle von Muhamed Ali, wo es einen kurzen Fotohalt fuers Festhalten des Panoramas der 18-Millionenstadt gab. Mit dem ortskundigen Ibrahim an Bord ging es nun weiter ueber den Nil auf die Westseite nach Gisa, wo das letzte noch existierende der sieben Weltwunder der Antike, die Pyramiden der Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos stehen. Etwas unterhalb davon konnten wir auch noch den Sphinx mit seiner fehlenden Nase bestaunen. Insgesamt verbrachten wir zwei Stunden im Schatten der Pyramiden mit Ibrahim, bevor es Richtung Restaurant auf einem Nilschiff zum Mittagessen weiterging. Von dort wurden wir durch das Chaos auf Kairos Strassen - das Wichtigste ist die Hupe - zum Aegyptischen Museum chauffiert. Darin ist neben Zehntausenden von Gegenstaenden, Sarkophagen, Mumien und Papyrusrollen mit Hieroglyphen auch der Schatz aus Tutanchamuns Grab mit seiner goldenen Totenmaske ausgestellt. Ein kleiner Wermuthstropfen ist die eher an einen alten Estrich voller Geruempel erinnernde Szenografie, so dass Sabine wohl Jahre mit der Inszenierung verbringen koennte ;-) Zum Abschluss dieses sehr interessanten und eindruecklichen Tages besuchten wir noch den Suq Khan el-Khalili neben der Husain-Moschee, welcher als groesster afrikanischer Markt gilt. Anschliessend reisten wir wieder mit unserem Car ohne Konvoi nach Hurghada zurueck, wo wir todmuede in einen erholsamen Schlaf fielen.

Samstag, 4. August 2007

Von Biel nach Hurghada via Duesseldorf

Nachdem wir am Vorabend des 1. Augustes an der Schifflaendte das traditionelle und einmal mehr sehr gelungene Feuerwerk ueber dem Bielersee verfolgt haben, hiess es am Nationalfeiertag alles fuer die Ferien in Aegypten vorbereiten und die Koffer packen. Am Abend fuhren wir per ICN nach Basel um gegen Mitternacht den ICE 808 Basel SBB - Kiel Hbf zu besteigen. Nach einer angenehmen Fahrt mit mehr oder weniger erholsamem Schlaf auf dem reservierten Sitzplatz erreichten wir Duesseldorf wegen einer Signalstoerung mit rund 20 Minuten Verspaetung, was aber fuer uns immer noch frueh genug war ;-) Weil es regnete strichen wir die morgendliche Erkundung Duesseldorfs und goennten uns stattdessen in einem Bahnhofbistro eine Tasse Kaffee, bevor wir mit der S-Bahn zum Flughafen weiterfuhren. Nach etwas Wartezeit konnten wir problemlos fuer den Flug GXL 400 mit XL German Airways nach Hurghada einchecken. Da die Maschine vom vorangehenden Flug aus Pristina/Kosovo nicht rechtzeitig eintraf, begann das Boarding ein bisschen verspaetet und der Start war rund eine Stunde nach der geplanten Zeit. Der ungefaehr vierstuendige Flug verlief problemlos (Sabine fand, dass es starke Turbulenzen hatte) und wir erhielten zum Essen sogar ein feines Gulasch mit Reis. Beim Aussteigen in Hurghada erwartete uns eine grosse Hitze und ein Wind, der das Ganze doch noch ertraeglich machte. Vor dem Passieren der Einreisekontrolle mussten wir zuerst fuer 25 Euro ein Visum kaufen. Am Ausgang des Flughafens wurden wir vom lokalen L'Tur-Beauftragten in Empfang genommen und mit einem Reisecar in den den 10 Minuten entfernten Steigenberger Al Dau Club gebracht. Im Hotel durften wir unser schoenes Superiorzimmer beziehen und geniessen nun unsere Ferien!

Dienstag, 31. Juli 2007

Big Boss' Festival 2007

Am letzten Wochenende besuchten Sabine und ich in Tavannes die neunte Ausgabe des alljährlichen Big Boss' Festival. Das Musikangebot war in diesem Jahr sehr vielfältig und reichte von Rock über Ska und Elektro bis zu Hiphop und die Bands reisten aus der ganzen Welt (neben der Schweiz aus England, USA, Kroatien, Deutschland und Frankreich) an.

Beim Konzert von Matt Redman halfen wir Sabines Bruder, der für die filmische Aufbereitug des Anlasses sorgte, indem wir je eine Kamera bedienten und versuchten gute Bilder einzufangen.

Den musikalischen Abschluss machte am Samstag abend der deutsche Rapper Danny Fresh, der auch schon mit Xavier Naidoo auf Tour war, mit einem gelungenen Konzert, welches unter anderem auch einige Freestyles beinhaltete.

Am Sonntag fand vor zahlreichen Zuhörern jeden Alters bei angenehmem Sommerwetter ein Open-Air-Gottesdienst statt.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Die Suche nach der Sommerferiendestination

In letzter Zeit verbrachten Sabine und ich unzählige Stunden im Internet auf der Suche nach unserer Feriendestination für anfangs August. Zuerst wollten wir irgendwo in den Norden gehen, z.B. auf die Färöer Inseln. Doch wie kommt man da hin? Grundsätzlich gibt es zwei mögliche Anreisewege:
  1. Mit dem Flugzeug nach Vagar Airport z.B. ab Kopenhagen, Oslo oder London (Atlantic Airways) oder
  2. Mit der Fähre nach Tórshavn z.B. ab Bergen, Hanstholm oder Scrabster (Smyril Line)
Bei beiden Varianten stellt sich jedoch das Problem der Anreise zum Abflug-, resp. Einschiffungsort. Nachdem wir diverse Varianten (Anreise mit Zug, Billigflug oder Auto) geprüft hatten, sind wir zum Ergebnis gekommen, dass wir wohl etwas knapp dran sind, um so eine Reise zu organisieren und entschieden uns den Besuch der Färöer auf ein anderes Jahr zu verschieben.

Weiter ging die Suche dann vor allem auf den bekannten Seiten der Last-Minute-Anbieter. Nach einer ersten Sichtung der Angebote einigten wir uns für die weitere Suche auf die vier Destinationen Griechenland, Kanaren/Balearen, VAE und Ägypten. Jetzt galt es die vielen Reiseangebote miteinander zu vergleichen, die Verfügbarkeiten zu checken, den aktuellen Preis anzuschauen und natürlich auch die persönlichen Vorlieben einzubeziehen. Schlussendlich haben wir uns für Hurghada am Roten Meer entschieden und verbringen vom 2. bis 9. August dort hoffentlich wunderschöne Ferien im Steigenberger Al Dau Club.