Dienstag, 11. Dezember 2012

EM-Schnitzelschmaus


Im vergangenen Sommer fand ja bekanntlich die Fussball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine statt. Beinahe schon traditionsgemäss findet zu den Fussball-Grossanlässen jeweils auch ein Tippspiel unter Freunden mit einem besonderen Preis für den Gewinner statt. Der Sieger darf sich nämlich von den anderen Teilnehmern zum Schnitzelessen nach Hasle-Rüegsau ins Schnitzelhaus einladen lassen. Am letzten Samstag fand nun diese Preisverleihung in gemütlichem Rahmen statt und ich konnte mich - dank meinen guten Tipps und den starken Spaniern - zum Schlemmen einladen lassen. Für unsere Gesellschaft von zehn Personen bestellten wir uns je eine Platte mit Schnitzel und Cordon Bleu. Damit beim Essen für genügend geschmackliche Abwechslung gesorgt war, wurden verschiedene Variationen wie Oriental-Curry, Provençale, Crunchy, Italia und Chili serviert. Dazu genossen wir einen Blauen Zweigelt und verbrachten einen entspannten Abend. Die Vorfreude auf den nächsten Fussballevent und das dazugehörige Tippspiel ist jedenfalls schon wieder gross!

Montag, 5. November 2012

Ein Hauch von Kanada

Gestern entschieden wir uns das Nachtessen mal wieder auswärts zu geniessen. Beim Überlegen, in welches Restaurant wir gehen könnten, erinnerte ich mich an einen Newsletter vom Restaurant Räblus. Darin wurden die gerade stattfindenden Canada Days beworben. Also machten wir uns auf per Bus Richtung Vingelz und konnten nach der Ankunft im Restaurant an einem Tisch im schönen Panoramasaal Platz nehmen. Aus der interessanten Speisekarte wählten wir uns für die Vorspeise einen Caesar Salad und eine Nova Scotia Clam Chowder aus. Zum Hauptgang gönnten wir uns anschliessend einmal Jack’s XXL Roast Prime Rib of Beef und einmal Bison Rib-Eye Steak, beides serviert mit Gemüse und einem Ofen-Kartoffel mit feinen Saucen. Dazu passend tranken wir einen kanadischen Cabarnet Merlot vom Jackson-Triggs Okanagan Estate-Weingut, welcher sehr gut schmeckte. Alles in allem kann man sagen, dass wir von der Vorspeise bis zum Kaffee bei sehr freundlicher und kompetenter Bedienung ein herrliches Nachtessen genossen.

Samstag, 13. Oktober 2012

Kurzurlaub in Luzern

Vergangene Woche hatten wir das Glück ein paar Tage frei zu haben und uns in einem Kurzurlaub etwas zu erholen. Dank einem grosszügigen Geschenk zu Sabines Geburtstag durften wir uns ein Hotel für eine Übernachtung aus einer Smartbox aussuchen. Nach ausführlichem Studium des Angebotsbüchleins fiel unsere Wahl auf die Destination Zentralschweiz, genauer gesagt Luzern. So reisten wir am Mittwoch via Olten in die Leuchtenstadt und genossen als erstes ein Mittagessen mit Blick auf die Bahngeleise in der Bahnhofsrestauration. Da es noch etwas zu früh für das Check-in im Hotel war, besuchten wir das Historische Museum Luzern. Zuerst machten wir uns mit einem Scanner ausgerüstet auf, das Schaudepot mit seinen unzähligen Objekten zu entdecken und anschliessend hatten wir die Gelegenheit anlässlich der Theatertour «Ballade eines Zimmermädchen» Einblick in das touristische Leben im Luzern des ausgehenden 19. Jahrhundert und das Museumslager zu erhalten. Unterdessen war die Zeit genügend fortgeschritten und wir konnten unsere Zelle im ehemaligen Zentralgefängnis, das heute als Jailhotel dient beziehen. Später bummelten wir noch ein ein bisschen durch die schöne Altstadt und verpflegten uns mit einer feinen Pizza im Restaurant zum Weissen Kreuz.

Luzern - Kapellbrücke und Zentralgefängnis

Da die Wetterprognosen für den nächsten Tag einigermassen trockenes Wetter voraussagten, entschieden wir uns nach dem Frühstück für eine Wanderung. Zuerst spazierten wir dem See entlang bis zum Verkehrshaus, durchs Lido bis zum Hotel Seeburg, wo wir für den nächsten Streckenabschnitt bis nach Meggen den Bus nahmen. Bei der Endstation stiegen wir aus und wanderten nun gemütlich durch schöne Naturschutzgebiete mit Mooren und Sumpflandschaften, vielen Pilzen, einigen Schafen und herrlicher Natur nach Küssnacht am Rigi. Von dort fuhren wir mit dem Zug wieder zurück nach Luzern, wo wir unser Hotel aus der Smartbox, das Hotel Flora, beziehen konnten. Nach dieser körperlichen Anstrengung, verbrachten wir den Rest des Tages mit Wellness im Fitnesspark National. Zum Nachtessen entschieden wir uns für Hirschpfeffer im Restaurant Rathaus Brauerei.


Wanderung: Luzern - Küssnacht am Rigi

Am letzten Tag unseres Kurzurlaubs durften wir am Morgen von einem reichhaltigen Frühstücksbüffet profitieren, bevor wir ein weiteres kulturelles und geschichtliches Highlight besuchten. Im grossartigen Bourbaki Panorama konnten wir im obersten Stock das beeindruckende, riesige Rundbild mit Szenen vom Grenzübertritt der Bourbakiarmee im Jahre 1871 bei Les Verrières bestaunen. Eine Etage tiefer erhielten wir in einer ansprechenden Ausstellung Hintergrundinformationen zur geschichtlichen Bedeutung dieses Ereignisses, sowie zur Entstehung des Panoramabildes. Die restliche Zeit bis zur Heimreise verbrachten wir noch beim Shopping in der Luzerner Innenstadt.


Luzern - Bourbaki Panorama

Sonntag, 30. September 2012

Sehen und gesehen werden

Im letzten Moment - oder zumindest am letzten Tag - fand ich doch noch etwas Zeit, um die 16. Ausgabe der Bieler Fototage zu besuchen. Unter dem Thema "Sehen und gesehen werden" wurden die Arbeiten von rund 20 Fotografinnen und Fotografen aus dem In- und Ausland an verschiedenen Standorten in der Stadt Biel ausgestellt. Neben den bekannten Ausstellungsorten wie Alte Krone, Museum Neuhaus und PhotoforumPasquArt wurden die spannenden Bilder auch in interessanten Lokalen wie La Villa und Grange Verdan Scheune präsentiert. Entsprechend dem Thema der diesjährigen Veranstaltung wurden in den verschiedenen Serien sehr viele (Selbst-)Porträts gezeigt. Das Spektrum reichte von den Propagandabildern Baschar el-Assads (aufgenommen von Nicolas Righetti) über überbelichtete und somit anonymisierte Porträts von mehr oder weniger bekannten Menschen (von Regine von Felten) zu den bekannten "Hiding in the city"-Bildern des Chinesen Liu Bolin. Ein weiterer Themenkreis, der auf verschiedene Arten aufgegriffen wurde, war das Internet mit den verschiedenen Diensten und Social Media. So beinhaltet die Serie von Kurt Caviezel ganz unterschiedliche und kreative Fehlermeldungen von Webcams, Edgar Leciejewski zeigt New-Yorker-Menschen aus Google Street View und Mishka Henner die zensierten Satelitenbilder von Google Earth. Auch die weiteren präsentierten Werke waren interessant zu entdecken und ich freue mich bereits auf die nächste Ausgabe der Bieler Fototage im kommenden Jahr.

Sonntag, 16. September 2012

Jura geniessen

Vergangenen Samstag wurden wir von einem befreundeten Paar zu einem Ausflug in den Jura eingeladen. Zuerst fuhren wir mit dem Auto Richtung Berner Jura, dann weiter in den Kanton Jura bis zur Gemeinde Saulcy und dort die Hügel hinauf zur Auberge Jolimont. Nach kurzer Konsultation der Karte entschieden wir uns alle für die Filets mignons de porc aux morilles, begleitet entweder von hausgemachten Pommes Frites oder Nudeln. Als Eingang erhielten wir eine Schüssel grünen Salat an feiner Sauce. Der Hauptgang war sehr lecker mit ganz zartem Fleisch und reichhaltiger Morchelsauce. Nach diesem Genuss in gemütlicher Atmosphäre fuhren wir erneut durch den Jura Richtung Mittelland, wo wir passend zum Motto des Tages, in Niederbuchsiten im Café der Elektrogerätefirma Jura unser Dessert mit Kaffee genossen. Anschliessend liessen wir uns im Besucherzentrum JURAworld of coffee kurz in die Geschichte des Kaffees einführen, bevor wir im Shop natürlich noch etwas feinen Kaffee kauften. Der Rundgang durch die Ausstellung war spannend, wir hatten jedoch etwas wenig Zeit und werden bei Gelegenheit sicherlich nochmals einen Abstecher nach Niederbuchsiten machen.

Mittwoch, 12. September 2012

Besuch in der Ewigen Stadt

Zum Abschluss der Sommerzeit hatten wir das Vergnügen gemeinsam mit den Eltern von Sabine die Hauptstadt Italiens zu entdecken. Unsere Anreise startete mit etwas Verspätung und dadurch mühsamer Wartezeit mit easyJet vom Euroairport Basel. Nach einem angenehmen Flug bis zum Flughafen Roma Fiumicino fuhren wir mit dem Leonardo Express an den Hauptbahnhof Roma Termini. Von dort marschierten wir weiter zu unserem Hotel Best Roma, bezogen die Zimmer und gingen fürs Nachtessen in ein Restaurant in der Umgebung, wo wir erstmals leckere italienische Spezialitäten genossen.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen starteten wir die Erkundung des gigantischen kulturellen Erbes von Rom mit einem Spaziergang zum Colosseo und kauften uns dort den praktischen Roma Pass mit dem wir ohne Anstehen direkt in das Amphitheater eingelassen wurden. Die Grösse dieses Bauwerks und die Gedanken an die "Spiele", welche darin stattfanden sind sehr beeindruckend und fast ein bisschen bedrückend. Anschliessend besuchten wir den Hügel Palatin und das Forum Romanum, wo eine enorme Dichte an historischen Ruinen besichtigt werden kann. Es ist beinahe unmöglich alles auf einmal anzuschauen und man muss sich auf einige ausgesuchte Orte beschränken. Für das Nachtessen fuhren wir später Richtung Trastevere, was sich aber aufgrund nicht ganz Touristenmetropole-würdigen Verbindungen des öffentlichen Verkehrs als relativ komplizierte Angelegenheit erwies. Nichtsdestotrotz könnten wir ein feines Essen im familiären Ambiente des Le Fate Restaurant verspeisen.
Roma 2012 - Montag

Am Dienstag waren die Wetterprognosen nicht so gut und wir starteten unsere Besichtigungstour mit Regenjacken und Schirmen ausgerüstet. Erste Station war der sehr berühmte Fontana di Trevi, wo auch bei Regen touristischer Hochbetrieb herrschte. Weiter gingen wir zum Pantheon mit seiner riesigen Kuppel und einem Loch von 9 Metern Durchmesser, wo heute der Regen eintrat. Nach dem Mittagessen in einer kleinen Bar besuchten wir am Nachmittag den Palazzo Spada mit einer grossen Kunstsammlung und der faszinierenden Borromini-Perspektive. Später schauten wir uns noch die Spanische Treppe an und dinnierten gediegen in der Osteria della Frezza, wo es neben anderen feinen Speisen ein sensationelles Käsebüffet gibt.
Roma 2012 - Dienstag

Ganz im Zeichen des Vatikans stand der Mittwoch. Nach dem Frühstück fuhren wir mit Tram und Metro bis zum Petersplatz, der sich zwar innerhalb der Stadt Rom, aber auf dem Gebiet des unabhängigen Staates Vatikanstadt befindet. Dort angekommen stellten wir uns mit vielen anderen Besuchern in die Schlange, um die Sicherheitskontrolle vor dem Einlass in den Petersdom zu passieren. Die Besichtigung dieser riesigen Kirche, einer der grössten der Welt, ist sehr eindrücklich. Im Innenraum können unglaublich viele dekorative Elemente bestaunt werden. Nach dem Rundgang und einem kleinen Mittagshalt wieder draussen auf dem Petersplatz, spazierten wir zum Eingang der Vatikanischen Museen. Auch dort mussten wir wieder eine Sicherheitskontrolle passieren und konnten anschliessend die reservierten Eintrittskarten abholen. Jetzt konnte die Besichtigung dieser umfangreichen vatikanischen Sammlungen beginnen. Unzählige Kunstwerke aus verschiedenen Epochen sind in den diversen, von unterschiedlichen Päpsten angelegten Museen zu sehen. Sehr eindrucksvoll sind natürlich die weltberühmten Stanzen des Raffael, Zimmer eines päpstlichen Apartments und die Sixtinische Kapelle mit Malereien unter anderem von Michelangelo. Beinahe erschlagen von so vielen kulturellen Schätzen, gingen wir am Abend noch mit einem befreundeten Paar in einem Restaurant unweit der Spanischen Treppe gemütlich essen.
Roma 2012 - Mittwoch

Am Donnerstag war es dann bereits wieder Zeit für die Rückreise. So packten wir unsere Koffer, fuhren an den Hauptbahnhof und von dort wieder mit dem Leonardo Express an den Flughafen. Nach dem üblichen Prozedere mit Sicherheitskontrolle durften wir unser Flugzeug besteigen und mussten darin noch relativ lange warten, da irgendwie rund 10 Flugzeuge noch vor uns auf den Start warteten, bis wir wieder Richtung Basel abheben konnten.

Samstag, 1. September 2012

Delikatessen on Top of Europe

Zum Beginn des meteorologischen Herbstes, machten wir uns auf den Weg an einen ziemlich speziellen Ort. Per Bus und Bahn reisten wir via Bern, Interlaken und Kleine Scheidegg auf das Jungfraujoch, auch bekannt als Top of Europe. Nach der Ankunft an der höchsten Bahnstation Europas auf 3454 m. ü. M. wurden wir als erstes zum Champagner-Empfang in den Baerg Marti-Essigstollen geführt. Ein paar Minuten später durften wir dann in der Sphinx-Halle der Präsentation von Reto Mathis' Delicatessen beiwohnen. In seiner humorvollen Rede stellte der Chef persönlich, seines Zeichens Spitzengastronom mit Restaurants auf Corviglia bei St. Moritz, jedes Produkt seiner neuen Linie kurz vor. Das Angebot reicht von Trüffelspezialitäten über Olivenöl und japanische Snacks bis zu südenglischem Ketchup und BBQ-Sauce nach Geheimrezept, inspiriert durch die Grossmutter seiner Frau. Anschliessend hatten wir das Vergnügen bei einem Stehlunch einige der neuen Kreationen zu probieren und zu geniessen. Die Penne an Trüffelrahmsauce wie auch die leicht scharfen Satay-Crevetten-Spiesschen schmeckten wirklich lecker. Als Zugabe wurde die geladene Gästeschar danach mit einem Käsebüffet der Extraklasse von der Käserei Preisig und einer leckeren Dessertauswahl verwöhnt. Später hatte man zudem die Möglichkeit den genussvollen Nachmittag mit einem Whisky-Digestif oder in der Cigar-Lounge abzurunden, bevor wieder per Bahn die Reise hinunter nach Hause angetreten wurde. Wir verbrachten trotz dem eher bescheidenen Wetter einen interessanten Tag und sind nun ganz gespannt die gesamte Produktepalette zu Hause fertig zu entdecken.

Montag, 27. August 2012

Über schöne Gipfel westwärts

Nach rund 10 Monaten Unterbruch nahmen wir uns letztes Wochenende wieder zwei Etappen auf dem Jurahöhenweg vor. Dieses Mal starteten wir in Ste-Croix, wo wir im 2009 unsere erste zusammenhängende Strecke beendeten. Nachdem wir am Freitag mit dem Zug bei wechselhaftem Wetter den Startort erreichten, mussten wir ziemlich schnell schon unsere Regenjacken anziehen und die Rucksäcke mit der Regenhülle schützen. Als auch noch Blitz und Donner ziemlich nach seh- und hörbar waren, entschieden wir uns erstmal eine Pause zu machen und gönnten uns eine Ovo in einem Gasthof. Als das Wetter Richtung Westen leicht besser wurde machten wir uns wieder auf den Weg. Immer begleitet von Donnergrollen und zwischendurch einem Blitz - aber in genügend grosser Distanz - schritten wir über Weiden und durch Wälder dem höchsten Punkt des heutigen Abschnitts entgegen. Auf dem Weg zum Gipfel des Suchet passierten wir neben vielen Kühen auch ein Gehege mit ein paar Schweinen drin. Oben auf rund 1580 m suchten wir uns ein gemütliches, windgeschütztes Plätzchen für unseren Mittagshalt und stiegen anschliessend im aufkommenden Nebel ein paar Meter hinunter ins Chalet du Suchet, wo wir uns vor dem Weiterwandern ein feines Cornet à la crème gönnten. Weiter ging es nun eher abwärts, immer noch vorbei an vielen Kühen und zu unserer Freude auch an fast einem Dutzend Rehen, die gemütlich am äsen waren in Richtung Ballaigues und später an den heutigen Zielort Vallorbe. Nach Ankunft in der Auberge Pour Tous, bezogen wir unser einfaches Zimmer und gingen fürs Nachtessen in das chice Lokal Auberge communale.
Wanderung: Ste-Croix - Vallorbe

Nach dem Frühstück machten wir uns zuerst auf zum imposanten Bahnhof von Vallorbe, der heute noch von der Wichtigkeit Vallorbes als Grenzort zeugt, und stellten dort fest, dass unsere Wanderroute durchs Dorf weitergeht. Nach dem Verlassen des Siedlungsgebietes ging es die nächsten Kilometer relativ steil hinauf bis Sur le Voué. Da wir heute eine verhältnismässig kurze Etappe auf dem Programm hatten und das Wetter gerade so schön sonnig war, machten wir hier bereits unsere erste Pause und genossen die wärmende Sonne. Weiter führte unser Weg nun in einem etwas weniger ruppigen Anstieg über schöne Juraweiden mit einigen Fichten und erneut ein paar Kühen dem Dent de Vaulion entgegen. Die herrliche Aussicht auf dem Gipfel mussten wir uns aber noch mit den letzten happigen Metern verdienen. Dafür sah man in einer faszinierenden Rundumsicht vom Neuenburgersee zum Lac Léman, hinunter auf den Lac de Joux und Lac Brenet sowie hinüber nach Frankreich und runter nach Vallorbe. Nach dem Mittagshalt setzten wir unsere Route fort - zuerst aber nur bis ins Chalet de la Dent de Vaulion, wo wir eine leckere Meringue à la créme zum Dessert genossen. Danach nahmen wir noch die restlichen Kilometer unter die Füsse und marschierten via Pétra-Felix, einer Kontrollstelle aus der Zeit des zweiten Weltkriegs, gemütlich hinunter bis nach Le Pont am Lac de Joux, von wo wir wieder mit dem Zug nach Hause reisten. Nun fehlen uns also noch die drei westlichsten Etappen des Jurahöhenwegs, welche wir hoffentlich bald auch noch unter die Füsse nehmen können.
Wanderung: Vallorbe - Le Pont

Donnerstag, 23. August 2012

Ein Sommer in Südfinnland - Teil 4

Am Mittwoch durften wir uns nochmals mit einem herzlich zubereiteten Frühstücksbüffet verwöhnen und uns von der Gastgeberin die schönste Route zu unserem nächsten Bestimmungsort erklären lassen. Bevor wir uns aber definitiv Richtung Osten bewegten, machten wir einen Abstecher auf den Pulkkilanharju-Damm, der quer durch den Päijänne-See führt und zum Nationalpark gehört. Um dieses herrliche Naturspektakel etwas besser zu entdecken machten wir auf dieser Moräne eine kurze Wanderung. Danach fuhren wir also wie vorgeschlagen via Hartola - Pertunmaa - Mäntyharju - Ristiina - Puumala - Sulkava - Savonlinna nach Punkaharju, wo wir auf dem Campingplatz unser Zuhause für die nächsten drei Nächte bezogen. Nachdem wir uns in unserem Holzhäuschen eingerichtet und in der Stadt das Nötigste eingekauft hatten, gingen wir ins Restaurant des Campingplatzes fürs Nachtessen. Zum Abschluss dieses Tages tranken wir einen Kaffee auf dem Vorplatz unseres Häuschen in unmittelbarer Nähe des Sees.
Summer in Finland 2012 - Day 12

Zum Start des Donnerstags sahen wir bei einem kurzen Lauftraining ein paar Rentiere - in einem Gehege - und erholten uns danach in der Sauna mit kühlendem Bad im See. Für heute hatten wir uns den Besuch des bekannten Retretti Arts Center, das nur einen kurzen Fussmarsch entfernt liegt vorgenommen. Das Besondere an diesem Museum, notabene eines der grössten in Skandinavien, ist neben den herkömmlichen oberirdischen Ausstellungsgebäuden ein in den Fels gesprengtes Labyrinth mit rund 3700 m² Ausstellungsfläche, inklusive Konzerthalle mit 800 Sitzplätzen. Nach ausgiebiger Besichtigung und dem Mittagessen, fuhren wir mit dem Auto nach Kerimäki, um dort die grösste Holzkirche der Welt, die Platz für 5000 Menschen bietet, zu bestaunen. Die Grösse war wirklich beeindruckend und von der Aussichtsplattform auf dem Glockenturm hatten wir einen schönen Überblick über die Gegend. Als nächstes Stand eine Fahrt auf der alten Strasse durch die finnische Nationallandschaft Punkaharju auf dem Programm. Dieser Hügelrücken zwischen zwei Seen bietet eine unvergleichliche Natur mit einem sensationellen Zusammenspiel von Wald, See und Inseln. Unser Znacht gab es dann später vom Grill auf dem Campingplatz und den Abend liessen wir nach einer Partie Minigolf ausklingen.
Summer in Finland 2012 - Day 13

Auch am nächsten Morgen genossen wir erneut die Abwechslung der heissen Sauna und des kühlenden Sees, bevor wir wie bereits am Vortag gemütlich draussen vor dem Häuschen frühstückten. Danach machten wir uns auf zum Besuch des Forstmuseums Lusto. In einer ansprechenden Ausstellung erhält man dort einen interessanten Einblick in die finnische Holzwirtschaft und die Beziehung zwischen den Finnnen und ihren Wäldern. Nach dem Mittagessen fuhren wir nach Savonlinna und konnten trotz grossem Touristenaufkommen wegen der Opernfestspiele einen Parkplatz in der Nähe der Burg Olavinlinna finden. Dort machten wir zuerst kurz einen Rundgang auf eigene Faust und nahmen dann an einer spannenden geführten Tour teil, so hatten wir auch die Gelegenheit die höchsten Türme der Burg zu besteigen und einige interessante Details zu erfahren.

Summer in Finland 2012 - Day 14

Am Samstag hiess es bereits um sechs Uhr Tagwache und Abfahren. Zunächst näherten wir uns immer mehr der russischen Grenze - am wenigsten waren wir rund 100 m von Russland entfernt. Die Beschriftungen waren nicht mehr zweisprachig Finnisch und Schwedisch, sondern oft Finnisch und Russisch. Weiter folgten wir der Autobahn durch Imatra und Lappeenranta und erreichten rund 350 km später den Flughafen von Helsinki, wo wir bereits unser Gepäck aufgeben und das Check-in erledigen konnten. Nun gings weiter in die Stadt zum Office von Hertz, um unseren Wagen wieder zurückzugeben. Da wir nun doch etwas Hunger hatten, nutzen wir die letzte Chance einmal in der finnischen Fastfoodkette Hesburger zu speisen und genossen noch ein bisschen den angenehmen Sommernachmittag in Helsinkis Innenstadt, bevor es leider Zeit war an den Flughafen zu gehen und via Amsterdam nach Genf zurückzufliegen.
Summer in Finland 2012 - Day 15

Samstag, 18. August 2012

Ein Sommer in Südfinnland - Teil 3

Am Sonntagmorgen stand für uns als erstes ein kurzer Abstecher in den Hotelfitnessraum und die Sauna auf dem Programm, gefolgt von der Verpflegung an einem der grössten und reichhaltigsten Frühstückbüffets, das wir je gesehen haben. Als Sightseeing-Highlight in Åbo, wie Turku auf Schwedisch heisst, haben wir uns das Museum Aboa Vetus & Ars Nova ausgesucht. In diesem Doppelmuseum wird einerseits in einer archäologischen Ausstellung die Geschichte des mittelalterlichen Turkus anhand von Ausgrabungen an den originalen Stätten präsentiert, während daneben in Wechselausstellungen im Rettig Palace zeitgenössische Kunst ausgestellt wird. Während unseres Besuches konnten wir die Werke der finnischen Künstlerin Kaisu Koivisto besichtigen, unter anderem eine Fotoserie, die sie in ehemaligen Nuklearbasen in baltischen und ex-sowjetischen Staaten augenommen hat. Als zweiten touristischen Punkt hatten wir noch das Schloss von Turku auf dem Programm, bevor wir uns mit dem Auto auf die etwas mehr als 300 km lange Reise nach Jyväskylä machten. Dort angekommen konnten wir unser Zimmer im Scandic Hotel beziehen und später etwas Essen gehen. Auf dem Rückweg ins Hotel machten wir noch einen kleinen Stadtbummel, da es trotz fortgeschrittener Stunde noch sehr hell war und bewunderten schon mal ein bisschen die Architektur.
Summer in Finland 2012 - Day 9

Auch am nächsten Morgen konnten wir uns an einem reichhaltigen Frühstücksbüffet stärken und den Tag in Angriff nehmen. Da wir unterdessen festgestellt hatten, das auch in Finnland die Museen teilweise am Montag geschlossen sind, mussten wir etwas umdisponieren und haben Alvar Aalto nicht in seinem Museum, sondern anhand seiner Bauten in der Stadt entdeckt. Im Tourist Office konnten wir einen Stadtführer kaufen und sind danach losgezogen, um das Haus der Arbeiter, das Wehrdienstgebäude, das Stadtzentrum mit Verwaltungsgebäude und Theater sowie die Universität zu besichtigen. Nach dieser interessanten architektonsichen Entdeckungstour war es wieder Zeit für die Weiterreise. Unser Weg führte uns als nächstes nach Petäjävesi, wo wir die sehr eindrückliche alte Holzkirche von 1763/64 besuchten. Dieses Bauwerk steht seit 1994 als Beispiel der skandinavischen Holzkirchenbauweise auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Danach ging es weiter durch viel Wald und entlang von Seen, teilweise über nicht asphaltierte Strassen, bis wir unser Ziel, das Guesthouse Kivitatti auf der Halbinsel Päijätsalo in Sysmä am Päijänne-See erreichten. In der wunderbaren Natur machten wir am Abend einen kurzen Spaziergang und genossen einfach noch ein bisschen die Ruhe.
Summer in Finland 2012 - Day 10

Am Dienstag machte ich am Morgen zuerst eine kleine Joggingrunde entlang des Päijanne und anschliessend durften wir ein Super-Frühstück mit grosser Auswahl und frischen Beeren, die teilweise wohl erst am Vorabend in der Umgebung des Gästehauses gepflückt wurden geniessen. Da für diesen Tag erneut gutes Wetter gemeldet wurde, begaben wir uns später auf eine Wanderung in einem Gebiet, das zum Päijänne-Nationalpark gehört. Unterwegs konnten wir einen Aussichtsturm mit grandioser Aussicht über die Wälder und den See besteigen. Am späteren Nachmittag gingen wir ins Dorf Sysmä erledigten dort auf dem Campingplatz unsere Wäsche und machten danach eine Schiffsrundfahrt auf einem Teil des Sees. Das war ziemlich beeindruckend mit dem Schiff auf diesem riesigen See dahinzugleiten. Fürs Nachtessen fuhren wir am Abend an einen noch ruhigeren und verlasseneren Ort inmitten eines Waldes und verköstigten uns im Ravintola Kivilinna, einem ehemaligen Kuhstall mit liebevoller Einrichtung.
Summer in Finland 2012 - Day 11

Dienstag, 14. August 2012

Ein Sommer in Südfinnland - Teil 2

Bevor wir Helsinki verliessen, kauften wir noch etwas Proviant ein, da wir nicht so genau wussten, ob ausserhalb auch ab und zu irgendwo eine Einkaufsmöglichkeit vorhanden sein wird - unsere Befürchtung erwies sich jedoch als unbegründet, hatte es doch beinahe in jedem etwas grösseren Dorf einen Supermarkt. Unsere erste Etappe führte uns über rund 200 km zuerst nach Pargas, wo wir zum ersten Mal eine der gelben Gratis-Fähren für die kurze Überfahrt nach Nagu nehmen mussten. Von dort ging es noch eine Insel weiter nach Kirjais zum Bed & Breakfast Västergård. Nach dem freundlichen Empfang, konnten wir uns im Zimmer Beata installieren. Später gingen wir noch etwas nach draussen zum Spazieren und Natur geniessen, bevor wir wieder von der Unterkunft aus mit dem Feldstecher Elche beim Grasen beobachten konnten.
Summer in Finland 2012 - Day 4

Am Mittwoch durften wir ein leckeres Frühstück geniessen und machten uns anschliessend wieder auf den Weg. Bevor wir diese Insel verliessen, machten wir noch eine interessante Wanderung, auf der wir einige Rehe aus ziemlich naher Distanz sahen und von einem Aussichtsturm einen wunderschönen Überblick über die Wälder und Schären hatten. Nach diesem herrlichen Ausflug in die Natur fuhren wir nach Galtby und warteten dort auf die Fähre von Ålandstrafiken. Etwas später parkierten wir unseren Wagen auf dem Autodeck und sicherten uns einen guten Platz oben auf der Fähre, damit wir die rund zweieinhalbstündige Fahrt durch das Schärenmeer nach Kökar auch ganz geniessen konnten. Es war wirklich eindrücklich, immer wieder tauchten kleinere und grössere Inseln und Schiffe im Wasser auf. Am Bestimmungsort verliessen wir die Fähre wieder und fuhren zum Hotel Brudhäll, wo wir ein Doppelzimmer reserviert hatten. Vor dem Nachtessen liessen wir es uns nicht nehmen, noch etwas in der öffentlichen Sauna beim Hafen zu schwitzen. Anders als in den Wellness-Saunen, die wir bisher kannten wird in Finnland und Åland laut zusammen diskutiert und in ziemlich kurzen, regelmässigen Abständen Wasser aufgegossen, damit es auch richtig warm wird. Nach dem Nachtessen mit Shrimps und gebackenem Lachs machten wir zum Verdauen einen kleinen Spaziergang entlang dem Hafen, um die beinahe südländische Atmosphäre zu erleben.
Summer in Finland 2012 - Day 5

Den nächsten Tag begann ich mit einer kleinen Joggingrunde und anschliessendem Frühstück auf der Terasse am Hafen. Gestärkt machten wir uns nun daran alles Wichtige und Sehenswerte auf Kökar zu entdecken. Zuerst fuhren wir ganz in den Norden der Insel nach V
ålo, um dort ein wenig in der schönen Natur zu spazieren. Später schauten wir im Hofladen von Peders Aplagård vorbei, besuchten die Kökar Kyrkka und daneben die Ruinen eines Franziskaner-Klosters und machten zum Schluss noch eine kleine Wanderung zu der Bronzezeit-Fundstelle Otterbötte. Danach war es wieder Zeit, um an den Hafen zu fahren und dort auf die Fähre nach Långnäs zu warten. Die Überfahrt dauerte erneut rund zweieinhalb Stunden und führte uns mit Zwischenhalten in Husö, Sottunga und Overö auf die Hauptinsel Ålands, wo wir noch ein paar Kilometer mit dem Wagen zurücklegten und dann im Godby Gästhem unser Zimmer bezogen. Den Tag beendeten wir anschliessend mit einem Ausflug zum Nachtessen und einem Stadtbummel in Mariehamn sowie einem wunderschönen, romantischen Sonnenuntergang an einem See.
Summer in Finland 2012 - Day 6

Am Freitagmorgen genehmigten wir uns das Frühstück auf der Dachterasse unseres Gästehauses und leihten uns dann zwei Comfort Single Speed-Fahrräder, um die Gegend zu entdecken. Erste Station war das Café Uffe på berget, wo man von einem 30 Meter hohen Aussichtsturm einen tollen Überblick über weite Teile der Region hat. Weiter führte unsere Tour vorbei an einem grossen Vikingamarknaden, an den Strand in Notplan, Saltvik, wo wir etwas die Sonne und Temperaturen von rund 28°C genossen. Von hier fuhren wir mit dem Velo wieder zurück zur Unterkunft und genossen den Abend bei einer Grillade mit feinem Fleisch und lokalem Stallhagen-Bier.
Summer in Finland 2012 - Day 7

Bereits begann unser letzter Tag auf Åland. Nach dem Frühstück fuhren wir los, um vor dem Verlassen der Insel noch ein paar Sachen zu sehen. Zuerst schauten wir uns die roten Felsen von Eckerö an und danach folgte ein Abstecher zum einzigen Schloss der Insel namens Kastelholms Slott, bevor es Zeit für die Fahrt nach Mariehamn zum Hafen der Fährgesellschaft Silja Line war. Nach rund einer Stunde Wartezeit konnten wir unseren Wagen in einem der Cardecks auf der riesigen Fähre Silja Europa parkieren. An Bord dieser Jumbofähre gibt es Restaurants, Bars, Kleider- und sonstige Shops und sogar ein Bad mit Sauna. Aber viel schöner, interessanter und vor allem sehr beeindruckend ist das Geniessen der Fahrt durch das Schärenmeer von Turku. Abends etwas nach 19 Uhr erreichten wir die fünftgrösste Stadt Finnlands und konnten unser Zimmer im Radisson Blu Marina Palace beziehen. Fürs Nachtessen gingen wir ins Restaurant Torre und bummelten anschliessend noch dem Ufer des Aura-Flusses entlang durch ein gerade stattfindendes Sommerfest bis zum Dom und wieder zurück.
Summer in Finland 2012 - Day 8

Dienstag, 7. August 2012

Ein Sommer in Südfinnland - Teil 1

Vergangenes Weekend kehrten wir nach 15 spannenden und begeisternden Tagen aus unserem tollen Sommerurlaub in Finnland zurück. Doch der Reihe nach: Am Samstag vor zwei Wochen fuhren wir mit unseren zwei Koffern und dem Handgepäck nach Genève-Aéroport, wo wir einen Air France-Flug nach Paris Charles de Gaulle bestiegen. In der französischen Hauptstadt hiess es umsteigen auf eine Finnair-Maschine für die Weiterreise nach Helsinki-Vantaa. Dort angekommen warteten wir am Gepäckband und als dieses abgestellt wurde, hatten wir leider nur Sabines Koffer in Empfang nehmen können. Noch am Band wurden wir durch einen Cowboy, der wohl schon einschlägige Erfahrungen gemacht hatte, beruhigt, dass bei Transferflügen via CDG immer einer von zwei Koffern nicht ankäme. Dies sei aber kein Problem, da das fehlende Gepäck etwas später ins Hotel nachgeliefert werde. Also gingen wir zum Lost-Luggage-Schalter, meldeten unser Problem und ich wurde sogar mit einem Overnight-Kit mit den wichtigsten Utensilien, wie Zahnbürste, -paste und einem Ersatz-T-Shirt ausgestattet. Danach reisten wir mit dem Bus in die Stadt und quartierten uns im chicen GLO Hotel Art ein. Zum Abschluss dieses Anreisetages genehmigten wir uns ein feines nepalesisches Nachtessen im Ravintola Kantipur unweit des Hotels.
Summer in Finland 2012 - Day 1

Am Sonntag machten wir uns nach dem Frühstück auf, um die World Design Capital 2012 zu entdecken. Zuerst besuchten wir den Senaatintori mit der weissen Tuomiokirkko, bummelten weiter zum Kauppatori und zur Uspenskin katedraali, welche die grösste orthodoxe Kirche Westeuropas ist. Am Nachmittag führten wir uns die Highlights des finnischen Designs von 1945-67 im Design Museum zu Gemüte und besuchten anschliessend die sehr beeindruckende Felsenkirche temppeliaukion kirkko, wo gerade eine Organistin am Proben war und wir deshalb in den Genuss der wunderbaren Akkustik kamen. Nach der Rückkehr ins Hotel konnte ich auch meinen selbständig angereisten Koffer in Empfang nehmen und wir machten uns auf für ein belgisches Nachtessen im Ravintola Belge.
Summer in Finland 2012 - Day 2

Trotz bewölktem Himmel startete ich den Montag mit einer Joggingrunde entlang des Meeres, bevor wir uns wieder am reichhaltigen Frühstücksbüffet für den Tag stärkten. Erster Sightseeing-Punkt auf unserem Programm war an diesem Tag, die als UNESCO-Weltkulturerbe geltende Festungsinsel Suomenlinna, welche wir mit der Fähre vom Kauppatori aus nach einer kurzen Überfahrt erreichten. Bei etwas regnerischem Wetter spazierten wir über die Inseln und besichtigten neben einigen Anlagen der Festung auch russische Sandwallstellungen und das ausrangierte finnische U-Boot Vesikko. Nach einem kleinen Lunch im Café Piper fuhren wir wieder mit der Fähre zurück aufs Festland. Anschliessend machten wir mit dem Tram 3T eine kleine Stadtrundfahrt und besuchten das Olympiastadion mit seinem 72,71 Meter hohen Aussichtsturm. Weiter schauten wir uns noch das umstrittene Denkmal für den bedeutenden finnischen Komponisten Jean Sibelius an. Später beendeten wir den Tag bei einem finnischen Nachtessen mit Vorschmack und geräuchertem Lachs im in Künstlerkreisen beliebten Ravintola Elite.
Summer in Finland 2012 - Day 3

Unseren vierten Tag begannen wir mit einem Bummel durch den Design District inklusive Besuch im Design Forum und einem Iittala-Shop. Danach folgte ein Spaziergang zur Hertz-Car-Rental-Station. Dort angekommen stellte ich fest, dass mein Führerausweis leider noch im Koffer im Hotel war und ich durfte so das tägliche Fitnessprogramm absolvieren, bevor wir das Auto abholen und Helsinki Richtung Westen verlassen konnten.

Dienstag, 17. Juli 2012

Fisch und Salat

In der Sommersaison isst man öfters gerne ein leichtes Menüs, auch wenn sich der Sommer dieses Jahr nur zögerlich zeigt. So verspiesen wir am Wochenende ein gesundes, nicht zu schweres Mahl in Form von Lachs und Salat mit einem speziellen Dressing.

Gepfefferter Lachs auf Salat
Zutaten (für 2 Personen)

1 EL gemahlener schwarzer Pfeffer
1/2 TL Salz
2 Lachsfilets ohne Haut à je 190g
60g Mayonnaise
1 EL Zitronensaft
2 EL Meerrettichcrème
1 gepresste Knoblauchzehe
2 EL gehackte Petersilie
100g Kresse
3 EL Olivenöl
20g Bratbutter
150g Salat
  1. Pfeffer und Salz vermischen und die Lachsfilets damit beidseitig einreiben, danach im Kühlschrank kaltstellen.
  2. Fürs Dressing Mayonnaise, Zitronensaft, Meerrettich, Knoblauch, Petersilie, 2/3 der Kresse, 1 EL Öl und 1 EL warmes Wasser pürieren, ebenfalls in den Kühlschrank stellen.
  3. Bratbutter und das restliche Öl in einer Bratpfanne erhitzen, die Lachsfilets darin auf beiden Seiten anbraten und nach Wunsch weiterbraten.
  4. Salat waschen, in kleine Stücke zupfen und mit dem Rest Kresse auf zwei Tellern verteilen. Lachsfilets in je 5 Stücke teilen, auf dem Salat anrichten und das Dressing darübergeben. Geniessen mit einem feinen Chasselas von Sabine und Lukas Hasler.

Sonntag, 8. Juli 2012

Ein faszinierendes Spektakel - Teil 2

Es dauerte nicht lange bis zu unserem zweiten Anlauf Cyclope 2012 ganz zu sehen. Wir waren von dem, was wir bereits gesehen hatten dermassen begeistert, dass wir sobald wie möglich den Rest noch geniessen wollten. Also unternahmen wir bereits am Samstag bei besseren Wetteraussichten den nächsten Versuch. Um kurz nach 21 Uhr nahmen wir erneut auf der heute noch besser gefüllten Tribüne Platz und freuten uns auf das zu erwartende Spektakel, das auch schon bald darauf begann. Da auf der Bühne meistens so viel gleichzeitig los war, hatten wir nun im ersten Teil die Chance uns auf andere Schauplätze als am Vorabend zu konzentrieren und das Stück neu zu erleben. Da heute weit und breit kein Regentropfen zu sehen war, konnten die Artisten bei ihren Kunststücken viel mehr zeigen als tags zuvor. Die Darbietungen am Trapez, an den Stangen und auf dem Sprungbrett waren erneut schlicht sensationell. Nach rund der halben Spielzeit kamen wir zum Teil, den wir noch nicht gesehen hatten. Die Geschichte nahm ihren Lauf und der Zyklop wurde tanzend und artistisch langsam zusammengebaut. Er erhielt ein Auge mitsamt Augenlid und einen roten Mund, so dass er am Ende eine nicht von der Hand zu weisende Ähnlichkeit mit dem Werk von Jean Tinguely aufwies. Auch an diesem zweiten Abend liegt die Faszination wieder beim Zusammenspiel zwischen der Geschichte, den Weltklasse-Artisten und dem starken Live-Musik-Ensemble, welches eine prickelnde Atmosphäre entstehen lässt. Zum grossen Finale gibt es noch eine Hommage an ein weiteres Werk von Jean Tinguely, indem Wasserschläuche an zuvor auf dem Rummelplatz installierte Trümmerteile angeschlossen werden. Es entsteht so eine Interpretation des Fasnachts-Brunnen. Schon während des Stücks gab es des öfteren Szenenapplaus des Publikums und am Ende kannte die Begeisterung fast keine Grenzen und die Künstler wurden mit einem grossen Applaus und einer stehenden Ovation für die geleistete Darbietung belohnt. Der Besuch dieses tollen Spektakels ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert!

Samstag, 7. Juli 2012

Ein faszinierendes Spektakel - Teil 1

Vor zehn Jahren fand auf dem Gelände zwischen Biel und Nidau die Landesausstellung Expo.02 statt. In diesem Jahr wird der heute noch Expoparc genannte Platz erneut belebt. Es findet dort nämlich seit dem 02. Juli und noch bis zum 15. September 2012 das von Jean Tinguely inspirierte Spektakel Cyclope 2012 statt. So machten wir uns gestern Abend voller Vorfreude auf Richtung Nidau und nahmen pünktlich zum Vorstellungsbeginn um 21.15 Uhr nach dem Eindunkeln unsere Plätze auf der Tribüne ein. Bald schon schlenderte der zwischen den Ruinen eines Rummelplatzes lebende Einzelgänger durch die Überreste der Buden, Stände und Attraktionen. Als dann auch die Musik aufzuspielen begann, tauchten die Geister der ehemaligen Bewohner und Artisten auf und zeigten ihre spektakulären Darbietungen tanzend, am und auf dem Seil, wie auch am Trapez. Passend zur genialen Soundkulisse des Live-Ensembles konnte man auch in einen düsteren, aber noch schön rötlich gefärbten Himmel blicken. Die Kunstücke der Artisten wurden immer waghalsiger und die herumliegenden Schrottteile nahmen langsam die Form eines riesigen Kunstwerks mit Nase und Ohr an. Doch leider öffneten sich nun die Wolken und liessen einen heftigen Regenschauer nieder, so dass das Openair-Theater nicht mehr weitergeführt werden konnte und die Zuschauer erstmal ins trockene Zelt nebenan flüchteten. Etwas später wurde uns dann mitgeteilt, dass die heutige Vorstellung leider abgebrochen ist und nicht mehr fortgesetzt werden kann. Das ist halt das Risiko bei Outdoor-Anlässen in Verbindung mit dem aktuell bei uns herrschenden Klima. Nichtsdestotrotz waren wir vom Gesehenen begeistert und werden uns sicherlich auch noch den Rest dieses genialen Spektakels ansehen!

Dienstag, 26. Juni 2012

Feines vom Schwein

Zuletzt gab es hier vor allem Salatmenüs zu lesen - und bei uns zu geniessen ;-). Gestern hatten wir allerdings wieder einmal Lust auf ein leckeres Gericht mit Fleisch und Gemüse. Unsere Wahl fiel auf interessant gewürzte Schweinsmedaillons mit grünen Bohnen.

Schweinsmedaillons «Quatre épices» auf Bohnen
Zutaten (für 2 Personen)

300g Schweinsfilet
Zimt, Nelkenpulver, Pfeffer
Salz
1 kleine Zwiebel
2 EL Olivenöl
1 Sternanis
2 Handvoll Walnüsse
200g Bohnen
  1. Das Schweinsfilet gleichmässig in Medaillons schneiden und mit Zimt, Nelkenpulver, Pfeffer und Salz würzen. Zwiebel hacken.
  2. Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen und die Zwiebel darin anbraten. In einer anderen Pfanne Salzwasser aufkochen.
  3. Nun den Sternanis in die Bratpfanne geben und die Schweinsmedaillons beidseitig goldbraun anbraten. Anschliessend die Walnüsse dazugeben und rund 3 Minuten mitbraten.
  4. Gleichzeitig die Bohnen im kochenden Wasser bissfest garen und nach dem Abschütten auf zwei Teller verteilen. Die Medaillons darauf platzieren und servieren. Ä guete!

Sonntag, 24. Juni 2012

Gesunder Sonntag

Heute morgen entschieden wir uns nach dem Aufstehen ein bisschen frische Luft zu schnappen. So zogen wir sportliche Kleider und Schuhe an und marschierten los durch die Altstadt Richtung Pavillon, wo der stadtbekannte grüne Mann namens Parzival gerade seine sonntägliche Sonnenkonferenz (oder so ähnlich) vorbereitete. Wir bewegten uns weiter in der Höhe dem See entlang und später runter zur Seevorstadt. Zum Abschluss dann wieder nach Hause. Bei dieser Aktivität wurden wir nebst der Bewegung auch mit einer herrlichen Aussicht über unseren schönen Bielersee belohnt. Damit der Tag auch einen gesunden Abschluss findet kochten wir uns zum Abendessen einen leckeren Ruccola Salat mit Pilzen und Käse.
Sportlicher Spaziergang Biel - Pavillon - Seevorstadt

Champignons auf Ruccola-Salat
Zutaten (für 2 Personen)

1 unbehandelte Zitrone
5 EL Olivenöl
8 grosse Champignons
2 EL gehackter Thymian
4 Knoblauchzehen
60g Ruccola
80g Ziegenfrischkäse
etwas Chilipulver
  1. Backofen auf 200°C vorheizen. Schale von der Zitrone abreiben und die Zitrone danach auspressen. Mit geriebener Schale, 2 EL Zitronensaft und 3 EL Öl ein Dressing mischen.
  2. Champignons entstielen und auf ein Backblech auslegen. Thymian, gepresster Knoblauch und das restliche Öl in die Pilze füllen. Nun 20 Minuten im Ofen backen.
  3. Pilze aus dem Ofen nehmen, die Füllung kurz umrühren und nochmals ca. 5 Minuten backen. Ruccola auf zwei Tellern anrichten.
  4. Champignons auf dem Salat verteilen, gewürfelter Ziegenkäse darüberstreuen und mit dem Dressing übergiessen. Noch mit dem Chilipulver dekorieren und servieren. Enjoy!

Dienstag, 19. Juni 2012

Sommerlicher Salat

Nach der eher passiven Beschäftigung mit dem Kochen an der CHEF-SACHE ALPS in Zürich, war es nun wieder an der Zeit zuhause in die Küche zu stehen und selber etwas Leckeres zuzubereiten. Passend zu den aktuell warmen, sommerlichen Temperaturen fiel die Wahl auf ein leichtes Salatgericht.

Lachsforellen-Ruccola-Salat
Zutaten (für 2 Personen)

1 EL Olivenöl
1 EL Balsamico
1 EL Weissweinessig
Salz, Pfeffer
100g Ruccola
1 Avocado
200g geräucherte Lachsforelle in feinen Scheiben
100g Ziegenfrischkäse
2 EL geröstete Pinienkerne
  1. Olivenöl, Balsamico und Essig mit Salz und Pfeffer zu einem Dressing vermischen. Ruccola auf zwei Tellern verteilen und mit dem Dressing übergiessen.
  2. Avocado halbieren, entkernen, schälen und in Schnitze schneiden. Die Schnitze zum Ruccola auf die Teller geben.
  3. Die Lachsforellenscheiben auf den Salat und Avocadoschnitzen anrichten. Den Frischkäse mit den Fingern in kleinen Häufchen darauf verteilen.
  4. Pinienkerne darüberstreuen und mit etwas Pfeffer das Ganze würzen. Anschliessend geniessen!

Samstag, 16. Juni 2012

«Wir wollen immer Neues erarbeiten»

Mit Stefan Wiesner an der CHEF SACHE ALPS
Der Spitzenkoch Stefan Wiesner beschäftigt sich mit ganz unterschiedlichen gedanklichen Ansätzen und wissenschaftlichen Theorien. Durch seine Interpretation dieses Wissens lässt er wunderbare und faszinierende Naturmenüs entstehen. Anlässlich unseres Besuchs an der CHEF-SACHE ALPS hatte ich nach seiner Kochshow die Gelegenheit ein paar Worte mit dem Chef des Gasthof Rössli in Escholzmatt zu wechseln.

Herr Wiesner, Sie werden als «Hexer aus dem Entlebuch» und «Gastrosoph» bezeichnet. Wie würden Sie sich selber beschreiben?
Ich weiss nicht so genau. Ich bin ein Naturkoch, aber nicht nur. Ich bin der Meinung, dass man zur Technik, die man verwendet auch stehen soll. Es gibt einige, die sagen Molekularküche sei etwas schlechtes und haben zuhause selber Soja-Lecithin und einen Bläser.

Wie entstehen Ihre Kreationen? Wodurch werden Sie inspiriert?
Das ist ein langer Prozess, der bei mir schon 15 Jahre dauert. Es geht immer weiter und wird immer komplexer. Durch die vielen interessanten Leute um mich herum, kommen verschiedene Lebensbezüge wie die Antroposophie, die vier griechischen und fünf chinesischen Elemente sowie ganz altes Wissen bis zurück zu Hildegard von Bingen und Paracelsus zusammen. Dann liegt es an meiner Person, wie ich das alles interpretiere.

Sie kreieren jetzt seit vielen Jahren zu jeder Jahreszeit ein neues Menü. Was war Ihr bisheriges Highlight?
Da bin ich ein Arsch. Die Highlights werden fotografiert und versenkt, die sind dann weg. Das Neue ist spannend! Meine Leute sollen auch gefallen finden und nicht immer das Gleiche kochen müssen, wir wollen immer Neues erarbeiten. Das Frühlingsmenü hatte ich satt und nun freue ich mich schon auf den Herbst. Das macht Spass! Natürlich habe ich aber persönliche Lieblingsgerichte. Da ist sicher die Königin der Suppen: die geräucherte Schneesuppe. Als Zweites das mit der Ameisensäure und dann auch der japanische Holzgang. Die gefallen mir sehr gut.

Gibt es Mitstreiter, die Sie als Vorbilder bezeichnen würden?

Gewachsen bin ich mit Chrüteroski, der ein enormes Pflanzenwissen hat. Dann Michel Bras, der aber zu fest im Klassischen eingeengt ist, und auch Marc Veyrat. Das waren meine Idole.

In meinem Blog geht es um Kochen und Reisen. Was bedeutet das Reisen für Sie?
Ich gehe in ein Land, zum Beispiel Marokko. Spüre das Land, die Ziegen und Feigen und was es alles dort gibt. Dann mache ich aus Zutaten von hier ein Gericht im marokkanischen Grundgedanken.

Montag, 11. Juni 2012

Gourmet-Welten

Heute starteten wir am morgen Richtung Zürich, genauer Zürich-Oerlikon, um dort das Gastronomie-Symposium CHEF SACHE ALPS zu besuchen. Nach angenehmer Anreise per ICN und S-Bahn spazierten wir die letzten Meter gemütlich bis zum Veranstaltungsort StageOne, einer alten ABB-Fabrikationshalle, die zu einer tollen Eventhalle umgebaut wurde. Nach dem Eintritt in die Location bewegten wir uns zuerst kurz durch die verschiedenen Stände, wo von Küchenmessern über Meerrettich im Glas (schmeckt übrigens nicht schlecht!), Wein, Textilien bis zu Gastrozeitschriften so ziemlich alles was das Essensherz begehrt präsentiert wurde. Nun war es bereits Zeit für die erste Kochshow des spanischen Starkoch Quique Dacosta, der mit 2 Michelin-Sternen ausgezeichnet ist und dessen Restaurant zu den 50 besten der Welt gehört. Der Kochkünstler, der vom Tellerwäscher zum Sternekoch wurde, erschafft in seiner Küche wahre Landschaften auf dem Teller. Oftmals sind seine Kreationen von der Natur oder von Architektur inspiriert. Er arbeitet auch oft mit Stickstoff, um die Lebensmittel zu transformieren und den Gast mit der neuen Form zu überraschen. Als nächster Gast-Chef wurde der Österreicher Thomas Dorfer vom Landhaus Bacher in Mautern begrüsst. Der "Caminada Österreichs", mit 2 Michelin Sternen und 18 Gault Millau-Punkten prämiert, ist spezialisiert auf die Neuinterpretation von Klassikern der traditionellen österreichischen Küche wie dem Tafelspitz oder dem Scheiterhaufen. Für ihn ist sehr wichtig, dass die Gerichte zwar teilweise mit neuen Zutaten ergänzt werden, aber immer noch den ursprünglichen Geschmack aufweisen. Vor dem Lunch wurde an einem Roundtable unter der fachkundigen Leitung von Prof. Dr. Thomas Vilgis über die Zukunft der Ernährung debatiert. In der Runde mit den Spitzengastronomen Norbert Niederkofler und Tanja Grandits sowie den Gastro-Unternehmern Angelika Nestle und Rolf Hiltl war man sich einig, dass es mit dem Konsum nicht wie heute weitergehen kann. Als Lösungen wurden der Trend zur (teil-)vegetarischen Kost und zu lokalen Produkten, die zwar etwas teurer sind, dafür aber ein Gesicht haben genannt. Dabei wurde erwähnt, dass die vegetarische Küche eine Herausforderung für die Gastronomen ist, aber dank neuen Techniken wie zum Beispiel der Molekularküche stetig aufgewertet wird. Als weiterer Aspekt wurde von Norbert Niederkofler auch die Verantwortung für eine vernüftige Ernährung angesprochen, welche die teilweise fast zu Rockstars emporstilisierten Spitzenköche haben. Abschliessend wurde das Fazit gezogen, dass man sich in Sachen Essen wieder vermehrt auf die Gemütlichkeit besinnen sollte.

Nun folgte die wohlverdiente Mittagspause mit einem leckeren Buffet und hervorragend Service. Der Nachmittag startete mit dem als "Hexer aus dem Entlebuch" bekannten Schweizer Spitzen-Chef Stefan Wiesner. Trotz seiner Nervosität führte der für seine avantgardistische Naturküche berühmte und mit einem Michelin Stern und 17 Gault Millau-Punkten ausgezeichnete Koch gemeinsam mit seinem Küchenteam souverän durch die sechs Gänge seines diesjährigen Frühlingsmenüs. Es war sehr spannend zu sehen, wie hier mit Hölzern, Steinen und weiteren natürlichen Zutaten interessante Kreationen auf die Teller gezaubert wurden. Nach seiner Show hatte ich noch die Möglichkeit mit diesem interessanten Kochkünstler ein paar Worte zu wechseln. Mehr dazu folgt in einem späteren Beitrag. Für uns war die CHEF SACHE ALPS danach zu Ende und wir genossen zuerst ein paar ruhige Augenblicke im schönen MFO-Park, bevor wir noch ein bisschen in Sachen Shopping unterwegs waren.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Die schönste schiffbare Flussstrecke der Schweiz

Seit dem letzten Beitrag ist schon wieder ungefähr ein Monat verstrichen. In dieser Zeit waren wir neben den üblichen Beschäftigungen wie Arbeiten und in die Schule gehen, unter anderem auch ganz fein auswärts essen (Restaurant Palace und Stadthaus Grill - beides sehr zu empfehlen) und hatten ein paar Gäste bei uns für ein indisches Mahl. Am vergangenen Pfingstmontag nutzten wir das schöne Sommerwetter, um wieder einmal ein paar Kilometer zu wandern. Zuerst gings am morgen per Zug nach Solothurn und dort nach einem kurzen Spaziergang zur Schiffländte an Bord des neuen Aareschiffs MS Rousseau. Die Manovrierfähigkeit des Schiffs ist ziemlich beeindruckend, kann es doch beinahe an Ort und Stelle wenden. Hingegen ist es ein bisschen schade, dass nur im hinteren Teil Aussenplätze vorhanden sind und man nicht zum Bug des Schiffes gehen kann. Trotzdem konnten wir die Aarefahrt durch die wunderschöne Landschaft bei angenehmer Temperatur draussen geniessen. In rund anderthalb Stunden mit Zwischenhalten in Altreu, wo zahlreiche Störche zuhause sind und Grenchen erreichten wir unsere Endstation Büren an der Aare. Von dort marschierten wir der Aare entlang wieder in die Richtung los, aus der wir gerade kamen. Zuerst raus aus Büren, durch kleine Waldstücke und über Felder, immer schön dem Aareufer entlang Richtung Rüti und Arch. In traumhafter Natur und mit schönem Ausblick auf die Jurakette mit Grenchenberg, Hasenmatt und Weissenstein, welche wir auch schon bewandert haben. Etwas später und nach einem kurzen Rasthalt unterquerten wir die Autobahn Biel - Solothurn und passierten die Altreu-Fähre, welche den dort 19 Meter tiefen und 130 Meter breiten Fluss überquert. Als letzten Teil dieser angenehmen Wanderung marschierten wir noch durch das Schutzgebiet Witi und erreichten bald darauf unseren Zielort Nennigkofen, wo wir gerade in den Bus Richtung Büren (und später nach Hause) einsteigen konnten.

Wanderung: Büren an der Aare - Nennigkofen

Sonntag, 29. April 2012

Literatur und Musik im Garten

Am vergangenen Donnerstag waren wir in den Botanischen Garten Bern zu einer Buchvernissage eingeladen. Nach einem kurzen Spaziergang durch die wunderschöne Gartenanlage errreichten wir das Gebäude Nr. 50, wo der Anlass stattfand. Nachdem so ziemlich alle eingeladenen Gäste mehr oder weniger pünktlich eingetroffen waren, eröffnete der Autor Christof Willen den Abend mit einer ersten Lesung aus seinem Erstling "Die Schicksalsweberin". Später folgten noch weitere packende Auszüge aus dem Buch über einen Schriftsteller, dessen Hauptperson und die Liebe. Ich bin auf jeden Fall schon ganz gespannt und freue mich bald die ganze Geschichte, die grösstenteils in Bern und Umgebung spielt, zu erfahren. Die Personen im Buch sind erfunden, zumindest fast alle. Einen, der ebenfalls darin vorkommt gibt es auch in der Realität und so hatten wir das Vergnügen als Umrahmung des Programms der wunderbaren und bezaubernden Musik von Mich Gerber zu lauschen. Im Verlaufe der Veranstaltung hatten wir auch noch die Möglichkeit mit dem Autoren ein paar Worte über sein Werk zu wechseln. Wir hatten einen ganz gelungenen Abend und wünschen Christof in seiner Schriftstellerkarriere viel Erfolg und hohe Verkaufszahlen!